Flugbegleiterin von Lufthansa: Der zweite Purser kann sich weiterhin auf Spezialaufgaben konzentrieren.

Sparplan für LangstreckenflügeLufthansa bürdet Pursern doch nicht mehr Arbeit auf

Der zweite Purser soll beim Service mithelfen, so der Plan der Lufthansa-Führung. Das wurde nun verworfen. Die Verkleinerung der Langstrecken-Crews bleibt aber aktuell.

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Die Gewerkschaft dachte bereits laut über einen Streik nach. Der Grund für ihren Aufruhr: Das Management von Lufthansa plante eine kleine, aber folgenreiche Änderung. Auf allen Airbus A330, A340 und A350 soll künftig ein Flugbegleiter weniger mitfliegen.

Die Sparmaßnahme in der Kabine wollte die Führung von Lufthansa mit der Übernahme einer zusätzlichen Aufgabe für den sogenannten Purser 2 ausgleichen, einer der beiden Chefs der Flugbegleiter. Bisher führte er das Team und nahm vor allem Koordinationsaufgaben wahr. Er half beispielsweise, wenn ein Fluggast besondere Betreuung brauchte oder es nicht schnell lösbare Probleme mit einem Sitz gab. Künftig hätte auch er bei der Essens- und Getränkeausgabe helfen sollen. Doch vergangenen Freitag (9. November) stoppte die Lufthansa-Führung den Plan.

Von zehn auf neun Flugbegleiter

Bisher darf die Fluggesellschaft bei gewissen Voraussetzungen - volle Business Class und viele Passagiere mit hohem Vielflieger-Status – auf Flügen mit A330-300 und A340-300 vertraglich den Purser 2 bereits stärker in den normalen Service einbinden. Künftig wollte Lufthansa das aber generell tun. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo befürchtete als Folge einen Abbau an Servicequalität. Das Beste am aktuellen Umdenken sei, «dass das Management diesen Schritt von sich aus machte» und nicht «im Rahmen eines Deals, einer gerichtlichen Auseinandersetzung oder als Tarifkompromiss», kommentiert sie.

Grund zum Jubilieren haben die Arbeitnehmervertreter allerdings nicht. Zwar muss der Purser 2 definitiv nicht generell beim Service mithelfen. Doch die geplante Reduktion der Crews auf Langstreckenflügen von zehn auf neun Flugbegleiter auf allen Flügen mit A330, A340 und A350 bleibt ein Thema. Die Einsparung soll durch ein neues Servicekonzept erreicht werden.

In die Zukunft verschoben

«Wir halten eine Teilserviceintegration weiter für einen wichtigen Baustein bei der zukunftsorientierten Aufstellung der Kabine», erklärt eine Sprecherin von Lufthansa. Man werde Neuanstellungen für künftige Purser daher «nur noch mit einer Option auf teilserviceintegrierten Einsatz machen». Man ermögliche so den künftigen erweiterten Einsatz der neuen Flugbegleiter als Purser «grundsätzlich».

Im Übrigen betont Lufthansa, dass man trotz Verkleinerung der Kabinencrew «immer noch mit mindestens einem Flugbegleiter über dem gesetzlichen Minimum» operiere. Man garantiere so auch weiterhin eine «unverändert hohe Service-Qualität an Bord».

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