Flieger von Liat: «Hunderte Jobs» vor dem Aus.

KaribikLiat vor Auflösung - und Wiederbelebung

Die von elf Karibikstaaten betriebene Regionalairline war bereits vor Corona angeschlagen. Nun wird Liat liquidiert und neu gegründet.

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In Turbulenzen ist Liat schon lange. Vergangenes Jahr stand die karibische Regionalairline bereits einmal vor dem Aus. Doch in letzter Minute wurde sie gerettet. Als neue Aktionärin stieg Grenada ein.

Jetzt ist Liat aber wieder am gleichen Punkt - wegen der Corona-Krise. Weil die komplette Flotte von zehn Kurzstreckenfliegern am Boden steht, fallen hohe Verluste an. Nun will Gaston Browne, Premierminister von Liat-Mitbesitzerin Antigua und Barbuda, die Reißleine ziehen.

Gleicher Name, gleiche Basis

«Alles deutet darauf hin, dass Liat aufgelöst wird», sagt der Politiker gemäß der Nachrichtenseite Barbados Today. Unter demselben Namen und mit demselben Sitz in Antigua und Barbudas Hauptstadt St. John soll aus der liquidierten Liat eine neue Fluglinie entstehen.

Laut dem Premierminister soll der Nachfolger deutlich kleiner werden, damit er überlebensfähig sein kann. «Hunderte von Menschen werden ihre Arbeit verlieren, das ist unausweichlich», sagt Browne. In wenigen Tagen werden Vertreter der Besitzerstaaten über die geplante Liquidierung entscheiden.

Seit Jahren Probleme

Liat bedient derzeit mit fünf ATR 72-600 und fünf ATR 42-600 rund 15 Destinationen in der Karibik. Die Passagierzahlen gehen sei 2010 stetig zurück. Vergangenes Jahr schrieb die Airline einen Verlust von umgerechnet 3,95 Millionen Euro.

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