Flughafen José Marti in Havanna: Pläne für Drehkreuz.

Kuba und Russland planen Airline

Die beiden Staaten prüfen die Gründung einer gemeinsamen Fluggesellschaft. Sie soll Russland via Havanna mit den Ländern Südamerikas verbinden.

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Wer von Russland aus nach Argentinien, Brasilien, Chile oder auch nach Venezuela fliegen will, braucht Zeit und Nerven. Denn Direktflüge gibt es keine. Nur nach Mexiko, in die Dominikanische Republik und nach Kuba fliegen russische Flieger ohne Zwischenhalt. Wer woanders hin will, muss deshalb ein bis zwei Mal umsteigen. Doch nun will die Regierung in Moskau das ändern und ihr Land besser mit den boomenden Staaten in Lateinamerika verbinden. Zusammen mit den Verantwortlichen in der kubanischen Regierung prüft sie derzeit die Gründung einer neuen Fluggesellschaft. Dies berichtet die staatsnahe Tageszeitung Rossijskaja Gaseta unter Berufung auf Informationen aus dem Transportministerium. Erste Verhandlungen auf Verwaltungsebene fanden bereits statt.

Die neue Fluglinie soll ihre Basis am Flughafen José Marti in Havanna haben und russische Reisende mit Stopp in der kubanischen Hauptstadt an Ziele in Südamerika weiterfliegen. Aeroflot fliegt heute fünf Mal wöchentlich mit einem Airbus A330-200 von Moskau Scheremetjewo nach Havanna. Die Airline wäre bereit, die Frequenzen zu erhöhen, falls die Nachfrage dazu wirklich da ist.

Veralteter Flughafen

Zugleich plant Vize-Transortminister Sergeij Aristow gemeinsam mit der kubanischen Regierung, in Havanna ein Drehkreuz zu errichten. Das würde es erlauben, mehr Passagiere, aber auch mehr Fracht zu transportieren. Der Flughafen José Marti liegt rund 15 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums. Er stammt ursprünglich aus dem Jahre 1930 und ist trotz stetigem Ausbau reichlich veraltet.

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