Air-France-KLM: Bald eine neue Tochter im Konzern.

Neue StrukturKLM und Air France in Paartherapie

KLM macht Gewinn, Air France verliert Geld. Dennoch haben die Franzosen mehr Macht bei Air France-KLM. Darum soll nun das Gleichgewicht wieder hergestellt werden.

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Dieses verflixte 13. Jahr! Als sie sich 2003 die Hand zur Vermählung reichten, war es eine Sensation. Zum ersten Mal heirateten mit Air France und KLM zwei große Fluggesellschaften aus verschiedenen Ländern. Sie schienen damit das Modell für die Zukunft vorzugeben. Doch inzwischen steckt die Ehe der französischen und der niederländischen Fluggesellschaft in der Krise. Und das liegt auch an den nationalen Besonderheiten.

So sorgt man sich in den Niederlanden um das Drehkreuz Amsterdam Schiphol und seine Arbeitsplätze, weil Frankreich immer mehr Macht auf sich konzentriert. Konzernchef und damit zentraler Lenker ist mit dem charismatischen Alexandere de Juniac ein Franzose. Nun hat der französische Staat auch noch bekanntgegeben, für 46 Millionen Euro seinen Anteil an der Holdinggesellschaft um 1,7 Prozent auf 17,6 Prozent zu erhöhen. Die Niederlande dagegen sind nicht an Air France-KLM beteiligt.

Franzosen streiken deutlich mehr

Damit nicht genug. In Amsterdam regt man sich auch über die Streikfreudigkeit der französischen Partner auf. Denn im Gegensatz zu Air France schreibt KLM seit Jahren Gewinne. Jeder verlorene Arbeitstag macht die Situation noch schlimmer. Und es waren auch die Mitarbeitenden in Frankreich, welche eine Stärkung der Billigtochter Transavia analog zu Germanwings bei Lufthansa am Ende verhinderten.

Doch nun wird an einer Neutarierung des Gleichgewichts im Konzern verhandelt, wie die Zeitung De Volkskrant schreibt. So sollen die Bedeutung der Holding geschwächt und die beiden Unternehmen führungstechnisch enger verzahnt werden. Hans Smit, Präsident des Aufsichtsrates von KLM, soll gemäß dem Bericht neu Präsident der Holding Air France-KLM werden. «Der Heiratsvertrag wird neu verfasst», so ein Insider zum Blatt.

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