Gebratene Heuschrecken: Gibt es sie bald an Bord von Uganda Airlines?

Delikatesse an Bord verkauftHeuschrecken-Vorfall bringt Uganda Airlines auf Idee

Zwei Männer verkauften an Bord von Uganda Airlines eine lokale Delikatesse. Sie wurden verhaftet. Doch die Fluggesellschaft ließ sich davon auch inspirieren.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Nsenene soll schmecken wie knusprige, frittierte Hähnchenhaut. Nur für kurze Zeit im Jahr, während der Regensaison kann man die Delikatesse in Uganda genießen. Sie wird überall auf der Straße oder auch in Bars mit einem kühlen Bier feilgeboten.

Nsenene sind aber nicht etwa kleine Vögelchen – auch wenn sie ebenfalls über Flügel verfügen. Es sind Heuschrecken. Die spezielle Art kommt nur in der nassen Jahreszeit vor, ab November werden sie nachts gejagt.

Transportminister interveniert

Zubereitet werden die Heuschrecken, indem sie in ihrem eigenen Öl mit Gewürzen gebraten werden. Dass sie ein eigenes Öl absondern und man keines kaufen muss, macht sie für viele Familien mit wenig Geld zu einem noch beliebteren Snack. Doch offenbar sieht man die Nsenene-Verkäufer nicht überall gern. Etwa über den Wolken.

In den Sozialen Medien verbreitete sich dieser Tage das Video eines Mannes, der  die Delikatess-Heuschrecken an Bord eines Fluges von Uganda Airlines nach Dubai verkauft. Seine Ware hält er in einem Plastikbeutel. Offenbar tat er das gemeinsam mit einem weiteren Mann.

Vielleicht aus Standard-Menü

Dem Transportministerium gefiel das überhaupt nicht. Minister Edward Katumba ordnete laut der Zeitung The Standard an, dass die Crew, die auf dem Flug zuständig war, suspendiert wird. «Wir werden dieses Verhalten nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn es untergräbt den Geist der nationalen Fluggesellschaft. Niemand sollte auf unseren Flügen unangemessenen Marktbedingungen ausgesetzt sein», hieß es dazu von Uganda Airlines.

Doch die Fluggesellschaft zieht aus dem Vorfall auch einen interessanten Schluss, heißt es in der Stellungnahme weiter. Man habe erkannt, dass viele Reisenden Nsenene sehr gern essen würden. Daher überlege man, die Spezialität in das Essensangebot an Bord zu integrieren, so Uganda Airlines.

Verkäufer verhaftet

Die Männer, die versuchten, die Heuschrecken an Bord zu verkaufen, profitieren allerdings nicht davon, dass sie die Airline inspiriert haben. Beide wurden verhaftet und wegen belästigenden Verhaltens, Fahrlässigkeit und Verweigerung, die Anweisungen der Crew zu befolgen, angeklagt.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Lion Air: Die Fluglinie setzt weiter auf das Modell.

Airbus verkauft acht A330 Neo

Die getroffene Boeing 737 von Ethiopian Airlines: Spuren von Zusammenstößen.

Heuschreckenschwarm bringt Piloten in Probleme

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Eine Dash 8 von Air Kenya und die bisherigen Stopps der Auslieferungsroute: Kleiner Flieger, langer Weg.

So fliegt eine Dash 8-200 von Kanada nach Kenia

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack