Flugzeug von Eurowings: Erfolgreiches erstes Halbjahr.

Premiere für Lufthansa-TochterEurowings erreicht die schwarzen Zahlen

Die Lufthansa-Tochter schafft mit einem Rekordergebnis den Turnaround. Auch die jüngste Schwester Discover landet in den schwarzen Zahlen.

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«Die Geduld hat sich ausgezahlt», sagt Lufthansa-Chef Carsten Spohr. «Und das macht mir große Freude.» Damit kommentiert er nicht etwa das Rekordergebnis des Konzerns, sondern die Leistung der Tochter Eurowings. Erstmals hat es die Airline mit Sitz in Köln in die schwarzen Zahlen geschafft - abgesehen vom Jahr der Air-Berlin-Pleite, was Spohr als Sondereffekt wertet.

Es sei eine der größten strategischen Entscheidungen gewesen, die Lufthansa habe treffen müssen. In den sekundären Flughäfen - also abseits der Drehkreuze - verlor die Gruppe mit der Airline Lufthansa viel Geld. Also zog sie sich zurück und setzte mit Eurowings eine neue, kostengünstigere Marke ab den Standorten ein.

Schwarze Zahlen im ersten Halbjahr

Das zahlt sich jetzt erstmals wirklich aus. Bereits im ersten Halbjahr habe Eurowings es in die schwarzen Zahlen geschafft, dasselbe werde man das auch für das ganze Jahr erreichen, so Spohr. Genaue Zahlen nennt Spohr nicht. Auch von Eurowings heißt es nur, man habe das Ergebnis nach sechs Monaten um mehr als 200 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr verbessert. Gegenüber 2019 beträgt die Verbesserung nach sechs Monaten 170 Millionen Euro.

«Die Entwicklung, die Eurowings aus der schwersten Krise der Luftfahrt genommen hat, ist außergewöhnlich», so Eurowings-Chef Jens Bischof dazu. «Es sind unsere Teams in Deutschland und an zahlreichen Standorten innerhalb Europas, die diesen Turnaround ermöglicht haben. Ich bin stolz auf unsere Teamleistung.»

Strategie angepasst

Gelungen ist der Airline das auch durch eine Anpassung der Strategie. Statt auf innerdeutsche Flüge setzt die Fluggesellschaft zunehmend auf längere Routen im Freizeitbereich, etwa auf die Kanaren, in die Türkei, nach Griechenland oder nach Nordafrika. Auch Dubai nimmt Eurowings erstmals ins Programm auf. Ab dem Winter fliegt sie ab Berlin und Stuttgart in das Emirat.

Neben Eurowings schaffte es auch die jüngste Fluglinie der Lufthansa-Gruppe in die schwarzen Zahlen, verrät Spohr weiter. Auch die Ferienairline Discover habe im ersten Halbjahr Gewinn geschrieben und werde das auch im Gesamtjahr 2023 tun.

Lufthansa auf Rekordkurs

Auch der Gesamtkonzern erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten ein Rekordergebnis - getrieben von hoher Nachfrage bei eingeschränkter Kapazität. Man sei auf Kurs, dass 2023 eines der drei besten Ergebnisse in der Konzerngeschichte werde.

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