Flieger von Southwind Airlines: Darf ab sofort nicht mehr in die EU.

Verbindungen zu RusslandEU verbannt Southwind Airlines aus Luftraum

Keine Starts, keine Landungen, keine Überflüge. Die Europäische Union hat Southwind Airlines ab sofort aus ihrem Luftraum verbannt.

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Ist Southwind Airlines wirklich türkisch? Dieser Frage ging die finnische Verkehrsbehörde Traficom nach. Und sie kam zu einem klaren Ergebnis. Die wesentlichen Eigentumsanteile und die tatsächliche Kontrolle des türkischen Ferienfliegers lägen nicht in der Türkei. «Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Fluggesellschaft und ihre Kontrolle mit russischen Akteuren verbunden sind», erklärte sie.

In der Folge erteilte Finnland Southwind Airlines keine Erlaubnis für Flüge zwischen Antalya und Helsinki. Danach stellte sich die Frage, wie sich andere europäische Länder angesichts der finnischen Erkenntnisse verhalten würden. Denn im Flugplan von Southwind Airlines stehen für diesen Sommer auch vier europäische Länder.

Start-, Überflug- und Landeverbot

In Deutschland wollte der türkische Ferienflieger Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart bedienen. Daneben stand auch Heraklion in Griechenland im Flugplan. Doch daraus wird nichts. Denn die EU hat aufgrund der finnischen Analyse ein sofortiges Flugverbot für Southwind Airlines ausgesprochen.

Brüssel hat ihre Mitglieder am Donnerstag (28. März) informiert, dass Cortex Havacilik Ve Turizm Ticaret - der offizielle Firmenname von Southwind Airlines - einem Start-, Überflug- und Landeverbot nach Artikel 3d der Verordnung Nr. 833/2014 vom 31. Juli 2014 unterstehe. Sie regelt Sanktionen im Zusammenhang mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Die Maßnahme gelte ab sofort.

Flugzeuge dürfen nicht mehr starten

Die Maßnahme ist absolut strikt. Sollte sich ein Flugzeug von Southwind Airlines derzeit an einem deutschen Flughafen befinden, dürfe es nicht mehr starten, informierte das deutsche Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Aktuell sieht es aber nicht danach aus, als sich Flieger der Airline in der EU befänden.

Unklar ist noch, wie sich die Schweiz verhalten wird. Ab dem 2. Mai will Southwind zwei Mal pro Woche nach Zürich fliegen. Man habe Kenntnis von den Informationen Finnlands, erklärt dazu ein Sprecher des Bundesamtes für Zivilluftfahrt Bazl. «Wir stehen in Kontakt mit der zuständigen EU-Behörde».

Was macht die Schweiz?

Nach dem Verbot der EU dürfte die Schweiz jedoch bald nachziehen. Denn ins Land fliegen kann Southwind sowieso nicht mehr - denn rundherum ist EU-Gebiet.

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