Flieger von South African Express: Liquidiation wurde im vergangenen April beschlossen.

SüdafrikaEin konkreter Nachfolger für South African Express?

Die Regionaltochter von South African Airways wird liquidiert. Derweil plant eine neue Regionalairline, für den Start eine bestehende Lizenz zu nutzen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Während für die Sanierung der lange kriselnden South African Airways eine dramatische Verkleinerung angekündigt wurde, ist es für ihren Regionalableger SA Express zu spät. Vergangenen April hat ein Gericht die Liquidation der Fluglinie beschlossen. Sonderverwalter sahen für die Regionalairline keine Chancen mehr - aufgrund der Coronakrise musste SA Express ihren Betrieb bereits im März einstellen.

Das Interesse an den Kauf von SA Express ist derweil groß. Laut Insolvenzverwaltern möchten aktuell mehrere Investoren die Fluglinie aufkaufen, berichtet das Portal Tourism Update. Noch immer besitzt SA Express ein gültiges Luftverkehrsbetreiberzeugnis (im Englischen: Air Operator Certificate oder kurz AOC), das Ende Juli jedoch ungültig werden würde.

Coronakrise als Chance

Während die südafrikanische Regierung derzeit mit sieben Interessenten über einen Kauf von SA Express verhandelt, wird die Gründung einer neuen Airline bereits woanders in Südafrika konkret. Der südafrikanische Investor Gidon Novick plant zu Ende des Jahres die Gründung einer neuen Regionalfluglinie.

Was dabei aufhorchen lässt: Novick möchte dafür ein bestehendes Betreiberzeugnis nutzen, berichtet Tourism Update. Ob sich der Unternehmer dabei für die Lizenz von SAA Express interessiert, ist bislang nicht bekannt. Klar ist jedoch, Novick die aktuelle Krise um die Covid-19-Pandemie ausnutzen möchte.

Überschaubarer Start

«Reisen wird sich nach der Covid-19-Pandemie grundlegend ändern. Geschäftsreisen werden zurückgehen, und Flugreisen werden Effizienz, Kostenbewusstsein und Einfachheit erfordern», so der Unternehmer. Für die Gründung einer neuen Airline werde es «eine einzigartige Gelegenheit für eine frische, saubere und gut strukturierte Fluggesellschaft» geben, so Novick.

Ehe die Passagierluftfahrt nicht ihr Niveau wie vor der Coronakrise erreicht hat, will der Unternehmer die Kapazitäten klein und überschaubar halten. Mit einem «größeren Schmalrumpfflugzeug» soll sich der Linienbetrieb auf eine oder zwei Hauptstrecken konzentrieren. «Wir wollen es [zu Beginn] einfach, überschaubar, zuverlässig und effizient halten», sagt Novick.

Erfahrener Gründer

Erfahrungen im südafrikanischen Markt hat der Unternehmer reichlich. Für einige Jahre hatte Novick bei der mittlerweile insolventen Comair den Chefposten inne. Mit deren Tochterairline Kulula zog Novick die erste moderne Billigfluglinie Südafrikas auf.

Mehr zum Thema

Jet von Airlink: Künftig Südafrikas Nummer eins?

Airlink will Südafrikas Swiss werden

West- und Zentralafrika: Es tut sich einiges.

Drei neue Nationalairlines für Afrika

Flieger der Comair-Tochter Kulula: Mehrere Airlines von kurzfristigen Groundings betroffen.

Südafrikanische Airlines müssen Flugzeuge stilllegen

ticker lift

Lift baut Flotte aus und fliegt erstmals international

Video

Flugzeuge am Wilson Airport: 41 Flugzeuge um den Flughafen sind zu hoch und sollen abgerissen werden.
Flughafen Nairobi-Wilson
Rund um Kenias wichtigsten Inlandsflughafen sind in den vergangenen Jahren Dutzende Gebäude entstanden, die den Luftraum verletzen. Der Senat fordert nun den Abriss, die Regierung will lieber die Flugrouten zum Flughafen Nairobi-Wilson ändern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der weltgrößte Papierflieger: Er flog über 59 Meter.
Papierflieger kennt jedes Kind. Doch dieses Exemplar sprengt alle Dimensionen: Mit mehr als 20 Metern Spannweite und einem Flug über 59 Meter hat ein Team aus Italien den Weltrekord für das größte flugfähige Papierflugzeug geholt - und Deutschland entthront.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Electra aero: So soll das Regionalflugzeug aussehen.
Der erfolgreiche Testflug des Kurzstartflugzeugs EL2 ist für Electra Aero nur der Anfang. Das Unternehmen entwickelt bereits ein deutlich größeres Verkehrsflugzeug für 100 Passagiere, das dank eines ungewöhnlichen Antriebskonzepts sehr effizient fliegen soll.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies