Jet von Airlink: Künftig Südafrikas Nummer eins?

Rettung von South African AirwaysAirlink will Südafrikas Swiss werden

Auf der Suche nach einem Erfolgsrezept für eine Nationalairline schaut Südafrika Richtung Schweiz. Die Regionalfluglinie Airlink bietet sich als südafrikanische Crossair an.

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Südafrika debattiert darüber, was aus der insolventen South African Airways werden soll und wie eine Nachfolger-Airline aussehen könnte. Tito Mboweni verwies dabei am Dienstag im Parlament auf das Beispiel Swissair. Die frühere Schweizer Nationalairline sei zusammengebrochen und «aus deren Asche ging Swiss International hervor», so der Finanzminister.

In diese Richtung könnte es auch in Südafrika gehen. Das Schweizer Beispiel greift nun Airlink-Chef Rodger Foster auf. Swissair sei 2002 untergegangen, ihre Tochter Crossair habe aber als neue Nationalairline unter dem Namen Swiss übernommen, so der Manager laut dem Portal Tourism Update. «Crossair war zu dieser Zeit ein regionaler Zubringer der Swissair, ähnlich wie Airlink für SAA», sagt er mit Verweis auf seine eigene Regionalfluglinie.

Airlink kann sich Mango-Übernahme vorstellen

South African Airways habe zwar ihre Billigtochter Mango als mögliches Rettungsvehikel, so Foster. Aber die «steht SAA zu nahe und würde den gleichen belastenden Arbeitnehmer-Vereinbarungen unterliegen». Der Airlink-Chef empfiehlt einen klaren Bruch.

Entweder könne das durch eine komplett neue Airline mit eigenen Lizenzen oder durch ein Unternehmen wie Airlink geschehen, das in die Lücke springen könne, die SAA hinterlasse. «Zum Beispiel könnten wir Mango kaufen und ein neues Geschäft aufbauen, das funktioniert.»

Das Beispiel ganz zu Ende denken

Airlink ist zurzeit eine Regionalfluglinie mit einer Flotte von knapp 50 Maschinen, die meisten davon Embraer E145 und E190. Im Januar hatten Airlink und South African Airways ihre langjährige Franchise- Vereinbarung beendet und durch ein Interline-Abkommen ersetzt.

Foster verweist nun mit Blick auf Swiss auch darauf, dass diese einige Jahre später von Lufthansa übernommen wurde. Was das für seinen Vergleich mit SAA und Airlink bedeuten könnte, sagte er nicht. Allerdings hatte im vergangenen Herbst Afrika größte Fluglinie Ethiopian Airlines schon einmal Interesse an South African Airways gezeigt.

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