Condor-Jet in Berlin: Doch keine Flüge nach Dubai im kommenden Winterflugplan.

Ab Berlin und StuttgartCondor nimmt Dubai-Flüge aus dem Programm

Die deutsche Fluggesellschaft streicht zum Winterflugplan ihre Verbindungen von Berlin und Stuttgart nach Dubai. Condor fordert «faire und vergleichbare Rahmenbedingungen», nachdem die Vereinigten Arabischen Emirate zusätzliche Verkehrsrechte erhalten hatten.

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Am 10. September wurde bekannt: Die Vereinigten Arabischen Emirate erhalten von Deutschland Verkehrsrechte, mit denen eine Nationalairline künftig ein fünftes deutsches Ziel ansteuern darf. Zwar gibt es bis heute keine konkrete Ankündigung einer Fluggesellschaft, doch bei einem Treffen von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner mit Präsident Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan wurde klar: Es werden Emirates-Flüge nach Berlin.

Die Gewerkschaft Verdi, der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften und die Lufthansa-Gruppe übten direkt Kritik. Die betroffenen Fluglinien Eurowings und Condor äußerten sich zunächst noch recht allgemein. Doch jetzt änderte eine ihre Pläne.

Condor fordert Gegenseitigkeit bei Verkehrsrechten

Wie Condor am Dienstag (22. September) mitteilt, nimmt sie ihre täglichen Verbindungen von Berlin und Stuttgart nach Dubai zum Winterflugplan aus dem Programm. «Die Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund der weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Luftverkehrsbranche weltweit», so die Frankfurter Fluglinie.

Condor fordert «faire und vergleichbare Rahmenbedingungen» und argumentiert, hohe staatliche Standortkosten in Deutschland würden besonders heimische Airlines sehr belasten. «Vor diesem Hintergrund sollte eine Ausweitung von Verkehrsrechten aus Sicht von Condor nur unter Berücksichtigung der Gegenseitigkeit, der Wettbewerbsneutralität sowie der Auswirkungen auf deutsche Airlines und die Wertschöpfung am Standort erfolgen.» Condor fordert von der Bundesregierung «konkrete Entlastungen bei den Standortkosten».

Condor wollte Dubai-Flüge im Oktober aufnehmen

Allerdings steht Condor auch unabhängig von der Frage nach Verkehrsrechten unter Druck und ist auf Sparkurs. Der Ausbau des Streckennetzes kostet, der Kerosinpreis steigt und unter dem Strich schreibt die Fluglinie weiterhin rote Zahlen. Daher muss sie in den kommenden beiden Geschäftsjahren jeweils 100 Millionen Euro einsparen.

Eigentlich wollte Condor ab 15. Oktober wieder zwischen der Hauptstadt und Dubai fliegen. Ab dem 25. Oktober sollten die Stuttgart-Flüge folgen. Beides wird nun nicht geschehen. «Betroffene Gäste werden rechtzeitig informiert und erhalten im Rahmen der geltenden Beförderungsbedingungen passende Umbuchungs- oder Erstattungsoptionen», so Condor.

So sahen die Machtverhältnisse am Himmel zwischen Deutschland und den Emiraten vor der aktuellen Änderung aus:

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