Alte-neue Order, aber von A220-100 auf A220-300 gewechselt
Und genau diese Bermudair hat am Mittwoch (22. Juli) bei der Farnborough Airshow bekannt gegeben, zehn Airbus A220 zu bestellen. Es ist es allerdings keine wirklich neue Order. Die Flugzeuge werden von Odyssey Airlines gekauft und von Bermudair betrieben. «Wir haben aber vom kleineren A220-100 auf den größeren A220-300 gewechselt», sagt Scott im Gespräch mit aeroTELEGRAPH.
Bermudair-Chef Adam Scott: Großer Fan des AIrbus A220. Bermudair
«Der Airbus A220-300 ist das richtige Flugzeug für uns.» Die Kapazität stimme. Bermudair wird sie mit 135 Sitzen bestücken. «Das sind 39 mehr als wir derzeit mit den Embraer E190 anbieten können.» Und «im Grunde genommen sind die Betriebskosten für uns dieselben.» Hinzu kämen als Vorteile der «fantastische Reisekomfort» und die «richtige Reichweite». Der Regionaljet und er, das sei eine langjährige Liebesaffäre, sagt Scott. Und deshalb habe er auch nicht die E2 von Embraer gewählt.
Bermudair setzt auf Premiumurlauber und Rückversicherer
Die Embraer E-Jets will Bermudair vorerst behalten. «Wir werden die Flotte werden wir sogar noch vergrößern», sagt Scott. «Bis zum Ende des Jahres werden wir sechs, wenn nicht sieben Flugzeuge betreiben.» Mit den Airbus A220 sehe man «große Chancen, sie in unserem gesamten Netzwerk und in den Zukunftsmärkten einzusetzen.»
Bermudair fokussiert sich auf den Premium-Freizeitmarkt, die wohlhabende lokale Bevölkerung von Bermuda und den Geschäftsreisemarkt, der von Bermudas Rückversicherungsbranche angetrieben wird. «Das ist ein sehr stabiler und unelatischer Markt». Die USA sind ihr wichtigster Markt. Die wechselnden Launen der Regierung in Washington beunruhigen Scott aber nicht. «Unsere Märkte sind einzigartig und gut geschützt.» Zudem laufe das Kanada-Geschäft überdurchschnittlich gut.
Expansion in Nachbarmärkte wie Turks and Caicos
Mit Anguillair hat Bermudair kürzlich einen Ableger gegründet, eine Marke für die Insel Anguilla. Sie habe sich «sehr gut entwickelt», sagt Scott, und diene als erfolgreiches Vorbild für künftige Expansionen. Das Modell werde auf neue Märkte wie die Turks- und Caicosinseln sowie Belize angewendet. Künftig werde man aber die Marke Bermudair im gesamten Netzwerk verstärkt nutzen. Man erreiche inzwischen Zufriedenheitswerte gemessen am Net Promoter Score von über 70 Prozent. «Unser Ruf ist inzwischen sehr gut.»