Airbus A320 von Austrian Airlines: Wohin geht die Reise?

Stellen gefährdet Austrian Airlines plant drastisches Sparprogramm

Die eingeleiteten Sparmaßnahmen der österreichischen Lufthansa-Tochter greifen zu wenig. Darum muss Austrian Airlines drei Mal so viel sparen wie bisher geplant. Bis zu 500 Stellen sind gefährdet.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Konkurrenz ist hartnäckig. Wizz Air will die Basis in Wien kräftig ausbauen. Level hat trotz Anlaufschwierigkeiten angekündigt, in der österreichischen Hauptstadt zu bleiben. Und Lauda hat sich, auch wenn sie derzeit hohe Verluste schreibt, zum Ziel gesetzt, in den kommenden fünf Jahren Lokalmatadorin Austrian Airlines zu überflügeln.

Dieser «Hyperwettbewerb», wie es Vorstandsvorsitzender Alexis von Hoensbroech nennt, setzt Austrian Airlines zu. Es sei gerade für alle sehr, sehr hart sagte der Manager im Juni im Interview mit aeroTELEGRAPH. «Unser Ergebnis wird stark unter Druck sein.» Inzwischen ist es offenbar so unter Druck, dass die österreichische Lufthansa-Tochter in die roten Zahlen gerutscht ist, wie die Zeitung die Presse schreibt.

100 statt nur 30 Millionen

Das Sparprogramm, an dem das Management seit Januar arbeitet, wird deshalb deutlich härter ausfallen als gedacht. Durch «Vereinfachung, Digitalisierung und die Vermeidung von Doppelspurigkeiten» werde man 20 bis 30 Millionen pro Jahr einsparen, ließ die österreichische Lufthansa-Tochter im Januar verlauten. Nun lautet das Ziel offenbar 100 Millionen, wie die Presse schreibt. Die Hälfte davon werde ab 2020 über «Maßnahmen bei Personal- und Sachkosten» eingespart. Bis zu 500 Stellen sind offenbar in Gefahr.

Austrian Airlines hat bereits einiges angestoßen. So hat sich die Fluggesellschaft neue Flieger zugelegt, um dem Angebot der neuen Billig-Konkurrenten zu begegnen. Zudem wurde die Stilllegung der 18 Turboprops vom Typ Bombardier Dash 8-400 begonnen, die bis 2021 beendet sein soll. Die Crew-Basen in Altenrhein, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg werden nach Wien verlegt und AUA konzentrierte sich ganz auf die Hauptstadt.

Ohne Sparprogramm kaum neue Langstreckenflieger

Austrian Airlines muss einen Betriebsgewinn von 100 Millionen Euro erwirtschaften, um ihre Investitionen tragen zu können. So lautet die Vorgabe von Lufthansa. Das hat die Fluggesellschaft noch nie erreicht, 2017 erzielten sie 93, 2018 83 Millionen Euro. Das Sparprogramm, das kommende Woche vorgestellt worden soll, ist für von Hoensbroech daher zwingend und muss auch gelingen.

Verschiebt sich das Ziel zu weit in die Zukunft, kann Austrian Airlines ihre Langstreckenflotte nämlich nicht erneuern. «Wir müssen dem Vorstand von Lufthansa aber beweisen können, dass wir mit neuen Flugzeugen eine zumindest vergleichbare Rendite einfliegen können wir an anderen Standorten der Gruppe, wie etwa München oder Zürich. Das war bislang schwierig», sagte er von Hoensbroech im Juni. Und es ist seither noch schwieriger geworden.

Mehr zum Thema

Alexis von Hoensbroech ist seit knapp einem Jahr CEO von Austrian Airlines.

«Austrian Airlines betreibt am Ende nur noch ein Langstreckenmodell»

Airbus A320 von Austrian Airlines: Die Flotte wird deutlich aufgestockt.

Austrian holt sich Jets aus Brasilien und China

Dash 8 von Austrian: Weniger oft in der Schweiz zu sehen.

Austrian Airlines erwägt, Inlandsflüge zu kappen

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack