Lauda-Jet in Wien: Viel vor, aber noch großer Verlust.

Höherer Verlust als erwartetLauda verliert jede Woche eine Million

Die österreichische Tochter hat in zwei Jahren über 200 Millionen verbrannt. Dennoch glaubt Ryanair, mit Lauda Austrian Airlines überflügeln zu können.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Die deutsche Redewendung kennt inzwischen vielleicht auch Michael O'Leary. Dieser Tage musste der Chef von Ryanair zugeben, dass es bei der österreichischen Tochter Lauda schlechter läuft als geplant. Im schlimmsten Fall werde der Verlust 2019 rund 50 Millionen betragen, erklärte die Billigairline im Februar, im besten Fall schaffe man bereits eine schwarze Null.

Jetzt sieht es anders aus. Man werde 2019 ein Minus von 70 bis 75 Millionen Euro schreiben, so O'Leary am Mittwoch (23. Oktober) bei einer Pressekonferenz in Wien. Damit hat Lauda in den ersten beiden Betriebsjahren mehr als 210 Millionen Euro verbrannt. Schuld sei der Preiskampf in Wien, so der Manager gemäß dem Portal Aviation Net Online. Pro Woche verliere man aktuell eine Million Euro.

Lauda soll Austrian Airlines überflügeln

Für 2020 rechnet O'Leary im schlechtesten Fall noch mit einem Minus von 25 Millionen, aber generell eher mit dem Erreichen der Gewinnschwelle, wie das Fachportal Air Transport World schreibt. Die einst angekündigte Order für A320 Neo hat Ryanair darum vorerst aufgeschoben. Dennoch haben die Iren in Wien nach wie vor viel vor.

Man könne davon profitieren, dass Eurowings und Level in der Metropole abbauten und Thomas Cook und Adria Airways verschwunden sind, so der Manager. «Wir haben eine Auslastung von 96 Prozent», so O'Leary gemäß Air Transport World weiter. Man sei Nummer zwei hinter Austrian Airlines und in den kommenden fünf Jahren werde man die Lufthansa-Tochter überflügeln. Lauda wird kommen Sommer 36 Flugzeuge betreiben - ab vier Standorten: Düsseldorf, Palma, Stuttgart und Wien.

Mehr zum Thema

Über den ganzen Rumpf zieht sich eine rote Linie.

Lauda droht Mitarbeitern mit Ryanair-Basis in Wien

Lauda-Jet: Die Angestellten sind sauer.

Laudamotion beglückt fünf deutsche Regionalflughäfen

Auf der Heckflosse ist ein großes L zu sehen. Die Winglets werden rot.

Laudamotion erwartet 2019 maximal 50 Millionen Verlust

ticker-ryanair

Ryanair kündigt erste 29 neue Strecken für Sommer 2027 an

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin