Airbus A320 von Austrian Airlines: Wie schlecht geht es der Fluglinie?

StaatshilfenAustrian Airlines braucht Hunderte Millionen

Austrian Airlines hatte es schon vor der Corona-Krise an ihrem Drehkreuz Wien nicht leicht. Nun ist sie umso härter getroffen. Konkurrent Lauda will Staatshilfe verhindern.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Keine Lufthansa-Tochter hat ein derart hartes Leben wie Austrian Airlines. An ihrem Drehkreuz haben sich mit Easyjet, Lauda, Level und Wizz Air mitunter sehr potente Billigairlines niedergelassen. Sie machen der heimischen Fluggesellschaft das Leben schwer und treiben die Ticketpreise nach unten.

Das Betriebsergebnis blieb 2019 zwar positiv, sank aber von 83 auf nur noch 19 Millionen Euro. Zwar reagierte AUA darauf mit einem Sparprogramm. Doch die Corona-Krise macht alle seither erzielen Verbesserungen zunichte. Die Flugzeuge der österreichischen Nationalairline stehen seit dem 18. März am Boden - und sie bleiben es bis mindestens am 3. Mai.

Bis zu 800 Millionen Euro Finanzbedarf

Das führt zu gigantischen Verlusten. Austrian-Chef Alexis von Hoensbroech führt deshalb mit der staatlichen Finanzierungsagentur Cofag Gespräche über Hilfen für seine Fluggesellschaft. Auch das Bundeskanzleramt und Finanzministerium in Wien sind offenbar informiert und involviert, wie die Zeitung Der Standard schreibt.

Um bis zum Herbst durchzukommen, brauche Austrian Airlines 750 Millionen Euro, so das Blatt. Der Rundfunk ORF nennt eine Zahl von 800 Millionen. Parallel dazu würden am Hauptsitz der Fluggesellschaft auch alle rechtlich möglichen Insolvenzszenarien durchgespielt, so der Standard weiter.

Lauda fordert gleiche Behandlung

Ryanair-Tochter Lauda forderte als Reaktion die österreichische Regierung auf, «jeden Antrag der in deutschem Besitz befindlichen Austrian Airlines auf staatliche Beihilfen von österreichischen Steuerzahlern, von denen viele Lauda-Mitarbeiter sind, abzulehnen». Lauda-Geschäftsführer Andreas Gruber sagte, sollte es Beihilfen geben, dann hätte auch Lauda ein Anrecht. «Jegliche von der österreichischen Regierung gewährte Unterstützung muss gemäß den EU-Beihilfevorschriften allen Fluggesellschaften in Österreich auf gleicher, transparenter und nicht diskriminierender Basis gewährt werden.»

Als erste Lufthansa-Tochter kann Swiss auf Staatshilfe hoffen. Man prüfe eine Überbrückungsfinanzierung für die Luftfahrtindustrie und habe die entsprechenden Ministerien beauftragt, Maßnahmen zu entwerfen, erklärte die Schweizer Regierung am Mittwoch (8. April). Im Vordergrund stehen Staatsgarantien.

Lufthansa verhandelt über Milliarden

Auch Lufthansa verhandelt über staatliche Hilfen. Dabei geht es um ungleich größere Summen von mehreren Milliarden. Aktuell verbrennt Lufthansa pro Stunde eine Million Euro an Liquidität. Die Reserve beträgt noch mehr als vier Milliarden Euro. Doch auch dieses Polster wäre in rund fünf Monaten aufgebraucht, wenn es so weitergeht wie bisher.

Mehr zum Thema

Auch am Flughafen Zürich werden die Abstellplätze...

Regierung will Swiss helfen - unter Vorbehalt

ticker-lufthansa

Lufthansa verkleinert Angebot nach Dresden und Leipzig

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.

Drei Leichtverletzte bei Evakuierung eines Airbus A321 Neo von Lufthansa

angela zaunert freuher lufthansa

«Egal wie kurz der Flug war – der Passagier bekam etwas»

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack