Saab 340 von Rex: Künftig lässt die Airline auch Boeing 737 abheben.

Nach BankrottAustralien erwägt Verstaatlichung von Regionalairline Rex

Die australische Regionalairline steckt in der Krise. Doch abgeschiedene Gemeinden sind auf sie angewiesen. Das ruft die Regierung auf den Plan.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Rex hatte ambitionierte Pläne. Die Airline, die sich lange auf Turboprop-Flüge in kleinere australische Städte spezialisiert hatte, kündigte mitten in der Pandemie an, jetzt auch mit Boeing 737 fliegen zu wollen - und zwar auf den australischen Rennstrecken zwischen den Metropolen Sydney, Melbourne und Brisbane. Doch der Frontalangriff auf die Platzhirsche Virgin und Qantas ging nicht auf.

Am 30. Juli 2024 flüchtete sich die Airline in den Gläubigerschutz. Gleichzeitig gab sie bekannt, sich auf ihre Wurzeln zu besinnen und Flüge mit der Boeing 737 wieder zu stoppen. Rex fliegt aktuell noch mit einer Flotte von 28 Saab 340. Die Flugzeuge mit 36 Sitzen haben ein Durchschnittsalter von über 30 Jahren. Sie fliegen weiterhin auf regionalen Strecken, doch der Airline geht es alles andere als gut. Die Suche nach einem Käufer blieb bislang erfolglos und auch der Abbau von Schulden gelingt nicht - 500 Millionen australische Dollar sind es.

Schulden bereits übernommen

50 Millionen davon hat die Regierung inzwischen übernommen und ist damit die größte Gläubigerin der Fluggesellschaft. Außerdem hat sie auch stärkeren Einfluss auf die Entscheidungen über die Zukunft von Rex. Und offenbar erwägt sie auch eine Verstaatlichung der Regionalairline, berichten australische Medien.

Das Hauptziel sei weiterhin, einen Käufer für die angeschlagene Fluglinie zu finden. Die Regierung befinde sich daher aktuell nicht unter den Bietern. «Für den Fall, dass es nicht zu einem Verkauf kommt, wird die Regierung in Absprache mit den zuständigen Landesregierungen die notwendigen Maßnahmen ergreifen, einschließlich der Vorbereitungen für eine mögliche Übernahme durch die Regierung», heißt es.

Großer Teil der Bevölkerung braucht den Luftverkehr

Der Grund: Durch die Größe des Landes ist ein großer Teil der Bevölkerung abhängig von der Anbindung durch den Luftverkehr. «Wenn die Märkte versagen oder nicht in der Lage sind, regionale Gemeinden zu versorgen, hat die Regierung die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Menschen nicht auf Chancen, Bildung und wichtige Verbindungen verzichten müssen», so Transportministerin Catherine King laut der Zeitung Guardian. Man wisse das und werde dafür sorgen, dass wichtige Strecken erhalten bleiben.

Mehr zum Thema

Australische Regierung übernimmt Schulden von Rex

Australische Regierung übernimmt Schulden von Rex

Boeing 737 und Saab 340 von Rex: Krisenstimmung.

Rex stoppt Flüge mit Boeing 737 und kehrt zurück zu Wurzeln

Saab 340 von Rex: Künftig lässt die Airline auch Boeing 737 abheben.

Regional Express beschafft sich Boeing 737

ticker-australien

Australien erhält zweiten MC-55-Aufklärungsjet

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack