Bombardier CRJ 100 von Air Wisconsin: DIe AIrline sucht eine neue Rolle.

Air WisconsinAirline legt Flüge auf Mini-Strecke auf, die niemand buchen will

Alle zwei Wochen fliegt eine Bombardier CRJ 200 am Samstagabend eine merkwürdige und sehr kurze Strecke in den USA. Es gibt einen triftigen Grund für das Angebot von Air Wisconsin.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

150 Kilometer misst die Entfernung zwischen den Städten Appleton und Milwaukee. Beide liegen im Bundesstaat Wisconsin in den USA. Fährt man die Strecke mit dem Auto, dauert das in der Regel weniger als zwei Stunden. Dennoch hat eine Regionalairline jetzt Linienflüge zwischen den beiden Städten angekündigt. Angesetzte Flugzeit: 40 Minuten. Eingesetztes Flugzeug: eine Bombardier CRJ 200

Die sind allerdings ziemlich kurios, wenn man auf den Flugplan schaut. Air Wisconsin bietet die Route nämlich nur alle zwei Wochen an - beginnend am 12. April, wie das Portal One Mile at a Time bemerkt hat. Zudem heben die Flugzeuge am Samstagabend um 21:30 Uhr in Appleton nach Milwaukee ab, wo die Landung um 22:10 stattfinden soll. Um 22:30 Uhr geht es dann wieder zurück mit Landung um 23:10 Uhr.

Die Flüge mit Bombardier CRJ 200 sind wohl schwach gebucht

Gerade für Pendelnde sind das keine guten Voraussetzungen. Hinzu kommt zudem, dass Air Wisconsin für den kurzen Hüpfer ziemlich hohe Preise verlangt. Tickets kosten teilweise fast 400 Dollar auf dem Weg von Appleton nach Milwaukee. In Gegenrichtung sind auch über 600 Dollar möglich.

Die Buchunglage dürfte also eher dünn aussehen. Hinzu kommt, dass die Flüge auch gar nicht direkt buchbar sind, sondern nur bei einigen Reiseanbietern im Angebot stehen. Vielleicht ist das aber auch gar nicht der Hauptgrund, warum Air Wisconsin die Flüge auflegt.

Wichtiger Auftrag von American Airlines fiel weg

Medien spekulieren, dass alles seinen Anfang nahm, als American Airlines den Vertrag mit der Regionalairline nicht verlängerte. Denn das war eigentlich das Hauptgeschäft. Mit 62 Bombardier CRJ 200 hatte die Fluggesellschaft Regionalstrecken im Wet-Lease für die große Airline geflogen. Doch die will auf diesen Strecken modernere Flugzeuge sehen, in denen es auch eine Business Class gibt. Jetzt sind die meisten der Jets von Air Wisconsin geparkt. Nur sechs sind noch aktiv.

Air Wisconsin hatte erklärt, man werde sich auf das Fliegen subventionierter Routen und das Chartergeschäft konzentrieren. Doch bisher ist der Plan mit den Routen nicht aufgegangen. Damit die Fluggesellschaft aber bei Bedarf wieder Linienflüge anbieten kann, darf sie nicht ganz aufhören, zu fliegen.

Air Wisconsin braucht Mindestzahl an Linienflügen

Um regelmäßig Linienflüge durchführen zu können, ist eine Mindestanzahl regelmäßiger Linienflüge nötig. Das scheint der Hintergrund der Kürzeststrecke von Air Wisconsin zwischen den beiden Städten in Wisconsin zu sein.

Mehr zum Thema

ticker-usa

US-Senat beschließt neue Regeln für psychische Gesundheit von Pilotinnen und Piloten

Mit der Sonderflugnummer LH9886 ging es nach Arizona: Die D-ABYG hat Deutschland verlassen.

Lufthansas zweite Boeing 747-8 für die U.S. Air Force hat Deutschland verlassen

ticker-usa

USA fördern neue Flugverbindungen mit 11,35 Millionen Dollar

Flughafen Newark bei New York: Auch von den Problemen betroffen.

Bauarbeiter durchtrennen Kabel und lösen massive Störung der Flugsicherung im Nordosten der USA aus - Tausende Flüge betroffen

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier