Bombardier CRJ 100 von Air Wisconsin: DIe AIrline sucht eine neue Rolle.

Air WisconsinAirline legt Flüge auf Mini-Strecke auf, die niemand buchen will

Alle zwei Wochen fliegt eine Bombardier CRJ 200 am Samstagabend eine merkwürdige und sehr kurze Strecke in den USA. Es gibt einen triftigen Grund für das Angebot von Air Wisconsin.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

150 Kilometer misst die Entfernung zwischen den Städten Appleton und Milwaukee. Beide liegen im Bundesstaat Wisconsin in den USA. Fährt man die Strecke mit dem Auto, dauert das in der Regel weniger als zwei Stunden. Dennoch hat eine Regionalairline jetzt Linienflüge zwischen den beiden Städten angekündigt. Angesetzte Flugzeit: 40 Minuten. Eingesetztes Flugzeug: eine Bombardier CRJ 200

Die sind allerdings ziemlich kurios, wenn man auf den Flugplan schaut. Air Wisconsin bietet die Route nämlich nur alle zwei Wochen an - beginnend am 12. April, wie das Portal One Mile at a Time bemerkt hat. Zudem heben die Flugzeuge am Samstagabend um 21:30 Uhr in Appleton nach Milwaukee ab, wo die Landung um 22:10 stattfinden soll. Um 22:30 Uhr geht es dann wieder zurück mit Landung um 23:10 Uhr.

Die Flüge mit Bombardier CRJ 200 sind wohl schwach gebucht

Gerade für Pendelnde sind das keine guten Voraussetzungen. Hinzu kommt zudem, dass Air Wisconsin für den kurzen Hüpfer ziemlich hohe Preise verlangt. Tickets kosten teilweise fast 400 Dollar auf dem Weg von Appleton nach Milwaukee. In Gegenrichtung sind auch über 600 Dollar möglich.

Die Buchunglage dürfte also eher dünn aussehen. Hinzu kommt, dass die Flüge auch gar nicht direkt buchbar sind, sondern nur bei einigen Reiseanbietern im Angebot stehen. Vielleicht ist das aber auch gar nicht der Hauptgrund, warum Air Wisconsin die Flüge auflegt.

Wichtiger Auftrag von American Airlines fiel weg

Medien spekulieren, dass alles seinen Anfang nahm, als American Airlines den Vertrag mit der Regionalairline nicht verlängerte. Denn das war eigentlich das Hauptgeschäft. Mit 62 Bombardier CRJ 200 hatte die Fluggesellschaft Regionalstrecken im Wet-Lease für die große Airline geflogen. Doch die will auf diesen Strecken modernere Flugzeuge sehen, in denen es auch eine Business Class gibt. Jetzt sind die meisten der Jets von Air Wisconsin geparkt. Nur sechs sind noch aktiv.

Air Wisconsin hatte erklärt, man werde sich auf das Fliegen subventionierter Routen und das Chartergeschäft konzentrieren. Doch bisher ist der Plan mit den Routen nicht aufgegangen. Damit die Fluggesellschaft aber bei Bedarf wieder Linienflüge anbieten kann, darf sie nicht ganz aufhören, zu fliegen.

Air Wisconsin braucht Mindestzahl an Linienflügen

Um regelmäßig Linienflüge durchführen zu können, ist eine Mindestanzahl regelmäßiger Linienflüge nötig. Das scheint der Hintergrund der Kürzeststrecke von Air Wisconsin zwischen den beiden Städten in Wisconsin zu sein.

Mehr zum Thema

Boeing 737: ICE Air soll im Juli 2027 starten.

US-Abschiebe-Airline ICE Air startet im Sommer 2027

Gezeichnet per Flugverlauf: Gratulation an die USA.

Cessna Skylane gratuliert den USA am Himmel - mit Schriftzug und Umriss des Landes

Fünf TBM Avenger der US Navy: Die Bomber kehrten von einer Übung nicht zurück.

Wie ein Navigationsfehler den Mythos Bermuda-Dreieck begründete

ticker-usa

New York-JFK, Orlando und auch Oakland: USA stellen 1,776 Milliarden Dollar für Flughafenausbau bereit

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies