Euro-Schein: Das Bezahlen von Flugtickets soll künftig günstiger sein.

Projekt der IataAirlines bauen eigenes Zahlungssystem

Die Iata entwickelt ein eigenes Zahlungssystem - ohne Kreditkartenkonzerne. Fluggesellschaften können so Gebühren bei Ticketkäufen sparen. Deutschland wird Testmarkt.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Den besten Flug ausgewählt, Kreditkartendaten eingetippt, auf «Bezahlen» geklickt - fertig. Der Kauf eines Flugtickets mit Plastikgeld ist längst zum alltäglichen Vorgang geworden. Es ist allerdings einer, der auch Nachteile hat. Oft spüren das die Passagiere sehr direkt. Die Europäische Union verbietet zwar seit diesem Jahr Fluggesellschaften, die Gebühr für die Kreditkartenzahlung auf die Kunden zu überwälzen. Viele Airlines verstecken sie nun aber einfach in der Verwaltungsgebühr.

Doch auch die Fluglinien gehören zu den Verlierern. Mitunter können sie nicht die ganze Gebühr von 1 bis 3 Prozent des Kaufbetrages weiter verrechnen, die ihnen von Kreditkartenkonzernen wie Visa und Mastercard für die Bearbeitung der Zahlungen in Rechnung gestellt werden. Aus diesem Grund sucht die Branche nun nach einer Alternative. Die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung Iata tüftelt an einer eigenen Lösung, mit der Fluggesellschaften Zahlungen von Kunden billiger abwickeln können, berichtet die Zeitung Financial Times.

Deutsche Bank an Bord

«Wir entwickeln ein branchenweites Zahlungssystem als Alternative zu Kreditkarten», bestätigt ein Vertreter der Branchenorganisation dem Blatt. Es soll gegen Ende 2018 eingeführt werden - zuerst in Deutschland. Hilfe bekommt die Iata dabei von der Deutschen Bank. Sie ist Technologiepartnerin und wird die Zahlungen für die Airlines abwickeln.

Beim neuen System wird der Passagier seine Bankdaten eingeben, danach wird direkt überprüft, ob er über genügend Geld für den Kauf verfügt und danach der Betrag transferiert. Der große Vorteil des neuen Systems: Es wird viel billiger. Statt mit einer prozentualen Gebühr werden Zahlungen nur noch mit einer fixen Gebühr belastet, die gemäß der Financial Times «wenige Cents» betragen soll. Derzeit kosten die Kreditkartengebühren die Fluggesellschaften weltweit jährlich rund 8 Milliarden Dollar, so schätzt die Iata.

Es braucht Masse

Möglich macht das neue System eine neue Richtlinie der EU, welche für mehr Wettbewerb im Zahlungsverkehr sorgen soll. Die Iata spürt nach eigenen Aussagen großes Interesse von den Airlines. Das ist auch wichtig. Nur wenn ein System auch breit akzeptiert wird, kann es sich am Ende durchsetzen.

Mehr zum Thema

Kreditkarte: Verursacht in Deutschland bald keine zusätzlichen Gebühren mehr.

Airlines müssen Kreditkartengebühr streichen

ticker-deutschland

Deutsche Marine verabschiedet nach 45 Jahren Westland Sea Lynx

ticker-deutschland

Bericht: Deutschland plant Strafen bei zu geringem SAF-Einsatz

ticker-deutschland

Deutsche Regierung macht ernst mit Bürokratieabbau im Verkehr - Luftverkehrsbranche zufrieden

Video

vietnam airlines vn34 fuel dump load sheet 01
Eine falsche Beladung kann dazu führen, dass ein Flugzeug nicht rechtzeitig abheben kann. Der Ladesplan der Boeing 787 von Vietnam Airlines zeigt nun aber: Beim Vorfall am Flughafen München war dies nicht der Grund für das zu späte Abheben des Dreamliners.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die stehen gebliebene Boeing 787 von Vietnam Airlines nach der Landung in München: Die Blackbox wird ausgewertet.
Die Boeing 787-9 von Vietnam Airlines hinterließ beim missglückten Start in München Spuren am Ende der Piste und setzte während der Rotation mit dem Heck auf. Das bestätigt nun die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Die Ermittelnden untersuchen neben technischen und menschlichen Faktoren auch mögliche organisatorische Einflüsse.
Timo Nowack
Timo Nowack
Zerstörter Flieger von Mahan Air: Insgesamt wurden im Krieg gemäß der Regierung in Teheran 100 zivile Flugzeuge getroffen.
Insgesamt sollen es rund 100 sein: Im Iran wurden laut Angaben des Landes weit mehr zivile Flugzeuge durch Angriffe der USA oder Israels zerstört oder beschädigt, als bisher bekannt war. Für das Land ist das ein riesiges Problem.
Timo Nowack
Timo Nowack