Kreditkarte: Verursacht in Deutschland bald keine zusätzlichen Gebühren mehr.

Lufthansa und Co.Airlines müssen Kreditkartengebühr streichen

Zusatzgebühren auf Kreditkartenzahlungen fallen in Deutschland künftig weg. So will es die EU. Passagiere sparen so Geld. In der Schweiz haben sie das Nachsehen.

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Ab dem 13. Januar wird es in Deutschland an vielen Stellen billiger, mit der Kreditkarte zu zahlen. Dann sind Zusatzgebühren für gängige Zahlungsmittel wie Überweisungen, Lastschriften und Karten nämlich verboten. So sieht es die EU-Richtlinie namens Payment Service Directive II vor, die nun in nationales Recht übertragen wird.

Davon profitieren auch Flugreisende. So verlangen Lufthansa und ihre Töchter aktuell zum Beispiel noch einen Aufschlag von 1,65 Prozent des Ticketpreises und maximal 25 Euro, wenn der Kunde mit der Kreditkarte zahlt. Am 13. Januar stellt die Gruppe auf dem deutschen Markt um und erhebt keine Gebühr mehr, wie sie der Zeitung Die Welt mitteilte. Das Gleiche passiert in anderen EU-Ländern, sobald sie die Richtlinie umsetzen.

Schweizer im Nachteil

Bei Firmenkreditkarten und weniger verbreiteten Kartenanbietern wie etwa American Express sind die Gebühren namens OPC (für Optional Payment Charge) allerdings weiterhin erlaubt. Das gilt auch für den Online-Bezahldienst Paypal, obwohl der beim Einkauf im Internet die drittbeliebteste Zahlungsart der Deutschen ist. Das Unternehmen verbietet Händlern daher künftig über die Geschäftsbedingungen, einen Aufschlag zu erheben. Dennoch teilte Lufthansa gegenüber der Zeitung mit: «Für Verbraucherkreditkarten, die außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums ausgegeben wurden, sowie Firmenkreditkarten und Paypal fällt die Gebühr wie bisher an.»

Während die Lufthansa-Airlines in Deutschland auf den Aufschlag verzichten müssen, ändert sich für die Kunden in der Schweiz nichts. «Das Schweizer Gesetz erlaubt unverändert das Erheben von Kreditkartenzuschlägen», teilte eine Sprecherin von Swiss aeroTELEGRAPH mit. Man mache mit den Einnahmen aus der Gebühr auch keinen Gewinn. Im Gegenteil, man trage einen Teil der von den Kreditkartenfirmen verrechneten Kosten selber.

Sofortüberweisung als neue Möglichkeit

«Kunden haben zudem die Möglichkeit, kostenfreie Zahlungsmethoden zu nutzen», ergänzte die Swiss-Sprecherin. Dazu gehört die neu geschaffene Möglichkeit, per Sofortüberweisung zu bezahlen. Wenn die Schweizerinnen und Schweizer aber Visa, Mastercard und Co. nutzen, zahlen sie weiterhin 1,40 Prozent des Ticketpreises und maximal 30 Franken drauf.

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