Der Beluga XL in Bremen: Der Frachter ist fast 19 Meter hoch am höchsten Punkt ...

Beluga XL wird leichterAirbus' neuer Wal speckt ab

Der europäische Flugzeugbauer senkt das Höchstabfluggewicht für den Beluga XL. Der Grund sind Gebühren.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Am 14. November landete der Beluga XL erstmals in Deutschland. Airbus' Prototyp des neuen Spezialfrachters kam nach Bremen, um Be- und Entladungstests für den Zertifizierungsprozess zu absolvieren. Derweil steht eine Änderung für das Flugzeug an.

Airbus senkt das Höchstabfluggewicht (im Englischen Maximum Take Off Weight oder MTOW) des Beluga XL. Auf Anfrage von aeroTELEGRAPH bestätigte der Flugzeughersteller einen entsprechenden Bericht des Fachmagazins Flight Global. Der aktuelle Beluga, genannt Beluga ST, von dem fünf Exemplare existieren, hat ein MTOW von 155 Tonnen. Für den XL hatte Airbus bisher ein maximales Startgewicht von 227 Tonnen angekündigt.

Geringere Gebühren

Jetzt erklärte ein Sprecher des Herstellers jedoch: «Airbus wird nicht mehr als 205 Tonnen MTOW für den Betrieb des Beluga XL benötigen.» Grund für die Senkung des Wertes sind Gebühren. «Lande- und Navigationsgebühren basieren auf dem MTOW des Flugzeuges, das im Flugzeughandbuch angegebenen ist.» Sprich: Ein höheres Maximalgewicht bringt höhere Kosten mit sich. «Airbus hat sich daher entschieden, die Version mit 205 Tonnen MTOW zu entwickeln, um solche Gebühren zu verringern», so der Sprecher.

Wie man das geringere Gewicht erreicht, verriet Airbus nicht. Der Sprecher sagte lediglich: «Dies erforderte keine physischen Änderungen am Flugzeug.» Die maximale Ladekapazität nicht auszunutzen, könnte dazu beitragen. Laut Flight Global liegt sie bei 50,5 Tonnen, an anderer Stelle ist von 53 Tonnen zu lesen. Das Höchstgewicht ohne Treibstoff und andere Flüssigkeiten (Maximum Zero-Fuel Weight) beziffert das Magazin auf 178 Tonnen.

63,10 Meter lang

Die Belugas fliegen vor allem Teile zwischen den verschiedenen Airbus-Werken in Europa hin und her. Der neue Beluga XL soll zwei Tragflächen des Airbus A350 transportieren können statt nur eine wie sein Vorgänger. Dafür ist er 63,10 Meter lang und hat einen Rumpfdurchmesser von 8,8 Metern, während der Beluga ST auf 56,15 Meter Länge und 7,31 Meter Durchmesser kommt. Seinen Erstflug hat der XL im Juli erfolgreich absolviert, zurzeit arbeitet Airbus am zweiten Exemplar des riesigen Flugzeuges.

Erfahren Sie in der obenstehenden Bildergalerie mehr über den Beluga XL.

Mehr zum Thema

Im Juni 2018 zeigte der Beluga XL erstmals öffentlich sein Gesicht.

Beluga XL lächelt jetzt in voller Bemalung

Der Airbus Beluga XL ist erstmals an der frischen Luft.

Hier rollt der erste Beluga XL

ticker-airbus-konzern-

Airbus und Alta Ares entwickeln gemeinsam europäische Drohnenabwehr

ticker-airbus-konzern-

Airbus, Safran und Partner planen große SAF-Anlage in Frankreich

Video

Der weltgrößte Papierflieger: Er flog über 59 Meter.
Papierflieger kennt jedes Kind. Doch dieses Exemplar sprengt alle Dimensionen: Mit mehr als 20 Metern Spannweite und einem Flug über 59 Meter hat ein Team aus Italien den Weltrekord für das größte flugfähige Papierflugzeug geholt - und Deutschland entthront.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Electra aero: So soll das Regionalflugzeug aussehen.
Der erfolgreiche Testflug des Kurzstartflugzeugs EL2 ist für Electra Aero nur der Anfang. Das Unternehmen entwickelt bereits ein deutlich größeres Verkehrsflugzeug für 100 Passagiere, das dank eines ungewöhnlichen Antriebskonzepts sehr effizient fliegen soll.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
bundeswehr luftwaffe airbus a400 m venezuela hilfe 02
Die deutsche Luftwaffe schickt Airbus A400 M nach Venezuela, um nach den verheerenden Erdbeben dort zu helfen. Auch kommerzielle Fluglinien stellen Flugzeuge zur Verfügung - so etwa Vietnam Airlines oder Iberia.
Timo Nowack
Timo Nowack