Vogelschwarm: Die Airbus-Flieger sollen Vögel akustisch und visuell abschrecken.

Airbus-Jets als Vogelscheuchen

Airbus entwickelt ein Bordsystem um Vogelschlag zu verhindern. Es soll die Tiere aus der Flugbahn vertreiben.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Geborstene Windschutzscheiben, Schäden am Fahrwerk oder gar der Ausfall der Triebwerke - Obwohl die meisten Kollisionen zwischen Vögeln und Flugzeugen - zumindest für die Passagiere - ungefährlich bleiben, stellen die Tiere eine große Gefahr für die Luftfahrt dar. Dies wurde der Öffentlichkeit 2009 eindrücklich vor Augen geführt, als Pilot Chesley Sullenberger seinen Airbus von US Airways im New Yorker Hudson River notwassern musste. Nach einem Vogelschlag standen beide Triebwerke still. Die meisten Zwischenfälle sind weit weniger spektakulär, dennoch verursachen sie für die Luftfahrt jährlich geschätzte Kosten für Reparatur und Ausfälle in der Höhe von 1,3 Milliarden US Dollar.

Ein Problem, das in der modernen Luftfahrt im Zusammenhang mit Vogelschlägen entstanden ist: Die neuen Jets sind so leise, dass sie den Vögeln nicht mehr genug Angst machen. Der Vorsitzende der indischen Flughafenbehörde Shri V.P. Agrawal und Chef über 125 Flughäfen betonte im Gespräch mit Airbus: «Die Vögel haben keine Angst mehr. Früher waren die Flugzeug viel lauter und haben mit ihren Triebwerken die Tiere vertrieben. Die heutige Generation von Flugzeugen jagt den Vögeln nicht mehr genug Respekt ein.»

System muss für alle Vogelarten funktionieren

Unter dem niedlichen Namen BIRDY (Bird Impact Repellent and Deterrent System) arbeitet der europäische Flugzeugbauer daher nun an einem neuen Ansatz. Die Flugzeuge sollen mit einem System ausgerüstet werden, welches die Vögel in der Umgebung des Fliegers vertreibt. Die Tiere sollen mit akustischen und optischen Reizen erschreckt werden, sobald sie in die Nähe des Flugzeuges kommen - vergleichbar mit einer Vogelscheuche. «Die Schwierigkeit ist, ein System zu entwickeln, das für alle Vogelarten weltweit funktioniert,» sagte Airbus-Spezialistin Nathalie Papin an einem Treffen in Indien gegenüber den lokalen Medien.

Das neue System soll die Flugzeuge vor allem außerhalb der Flughäfen schützen. Rund um die Flughäfen sind bereits heute verschiedene Maßnahmen gegen Vogelschlag im Einsatz. Neben menschlichen Patrouillen und Jägern könnte die Zukunft auch bei Robotern liegen, welche Vogelgeräusche imitieren und Schwärme verfolgen kann.

Mehr zum Thema

Eurofighter EF- 2000 mit der offiziellen Folierung zur Tranche 4

Deutschlands modernster Kampfjet hebt ab – wie viel mehr steckt im neuen Eurofighter?

ticker-airbus-konzern-

Für deutsche Luftwaffe: Eurofighter Quadriga hebt zum Erstflug ab

ticker-airbus-konzern-

Airbus signalisiert Gesprächsbereitschaft nach anhaltenden Streiks in Spanien

ticker-airbus-konzern-

Airbus bekommt 71 neue Bestellungen, kassiert aber auch zwölf Stornos im Juni

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg