Embraer E195 von Lot: Heißt die Nachfolgerin E195 E2 oder Airbus A220?

Order von 50 Jets geplantAirbus A220 macht Embraer E2 bei Lot Konkurrenz

Die polnische Nationalairline will 50 neue Regionalflugzeuge bestellen. Eigentlich ist Embraer in der aussichtsreichsten Position. Doch Lot schaut sich auch den Airbus A220 an.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Lot setzt bisher ganz auf Flugzeuge aus Amerika. Aus dem Norden des Kontinents kommen De Havilland Canada Dash 8, Boeing 737-800 und Max 8 sowie Boeing 787-8 und -9. Aus dem Süden stammen Embraer E170, E175, E190 und E195.

Für die Erneuerung der Regionalflotte zieht Lot nun auch ein Flugzeug in Betracht, das zwar ursprünglich aus Kanada kommt und in Kanada und den USA gebaut wird, aber einem europäischen Hersteller gehört: den Airbus A220. «Wir stehen vor der Wahl zwischen Embraer E2 und Airbus A220», sagte Lots Betriebschef Maciej Wilk dem Portal Fly 4 Free.

Embraer-Deal mit Azul scheiterte

Vor der Pandemie habe es den Plan gegeben, eine große Anzahl von Embraer-Jets von der brasilianischen Azul zu übernehmen, so Wilk weiter. Daraus sei aber schließlich nichts geworden. Und mittlerweile wolle man effizientere Flugzeuge, also nicht mehr die E1-Generation von Embraer, sondern E2 – oder eben den Airbus A220.

Derzeit habe man 49 Flugzeuge in der Regionalflotte, erklärt der Manager. Daher gelte: «Egal, welches Modell wir wählen, es wird eine Order über mindestens 50 Flugzeuge sein», so Wilk. Mit Blick auf die jetzigen Embraer-Jets in der Flotte scheint der brasilianische Hersteller Favorit zu sein. Doch der Betriebschef sagte auch, E1 und E2 seien bei Ersatzteilen und vielen andere Faktoren «zu 90 Prozent unterschiedliche Flugzeuge».

Wie groß müssen die Flieger sein?

Entscheidet sich Lot für Embraers E2, erhält sie damit die kleineren Flieger. Die E190 E2 bringt es auf maximal 114 Sitze, die noch nicht gestartete E175 E2 sogar auf maximal 90 Plätze. Der Airbus A220-100 kann bis zu 135 Reisende mitnehmen.

Mit einer Entscheidung für den A220 hätte Lot mehr Möglichkeiten am oberen Ende: Der A220-300 fasst bis zu 160 Fluggäste, die E195 E2 bis zu 146. Die Reichweite gibt Airbus aktuell mit 6297 Kilometern an. Embraer nennt 4815 Kilometer.

Lot drohte Boeing schon mit Airbus

Lot hatte kürzlich schon Boeing mit einem Wechsel zu Airbus auf der Kurz- und Mittelstrecke gedroht. Die polnische Airline ist wütend, da sie wegen einer Vertragsklausel bislang keine Entschädigung vom Hersteller für das Grounding der 737 Max erhalten hat.

Mehr zum Thema

737 Max von Lot: Die Airline ist sauer.

Lot verklagt Boeing wegen 737-Max-Grounding

Ibom Air aus Nigeria bestellt bei Airbus fest zehn A220. Drei davon sind Airbus A220-300, sieben A220-100.

City Jet schaut sich Airbus A220 und Embraer E2 an

Air Baltic will bis Ende 2023 in allen Maschinen kostenloses Highspeed-Wifi einführen. Die Letten setzen auf Elon Musks Starlink.

Air Baltic hat Interesse an Airbus A220-500 und Zusatztank

ticker-airbus-konzern-

Nur zwei Kunden bestellten im September Flugzeuge bei Airbus

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Mapflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin