Dreamliner von Air Seychelles: Kaum mehr nötig.

Air Seychelles verlässt Europa

Die afrikanische Fluglinie schreibt massive Verluste. Nun streicht sie internationale Strecken - und holt eine prominente Verbündete an Bord.

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Die Situation sei besorgniserregend, erklärte Unternehmenschef Bram Steller dieser Tage vor der heimischen Presse. In den letzten Jahren sei der Marktanteil von Air Seychelles auf den Langstreckenrouten stetig gesunken, weil neue Konkurrenten aufgetaucht seien. Die Auslastung sei entsprechend deutlich zurückgegangen. «Die internationalen Flüge waren früher knapp rentabel, inzwischen schreiben wir mit ihnen massive Verluste», so der Airline-Chef gemäß der Zeitung The People weiter. Die Regierung des Inselreiches im Indischen Ozean musste deshalb im laufenden Jahr mehr und mehr Geld einschießen. Nun zieht sie die Reißleine, weil die Budgetsituation eine weitere Unterstützung nicht mehr erlaubt.

Air Seychelles muss deshalb umgehend sparen. Deshalb werden alle Flüge nach Europa in den nächsten Wochen und Monaten aus dem Programm genommen. Die Routen nach Mailand, London und Rom werden auf den 8. Januar eingestellt. Die Strecke nach Paris wird ab dem 10. Januar nur noch drei statt fünf Mal die Woche angeflogen und ab dem 25. März dann ebenfalls ganz aus dem Flugplan gestrichen. Passagiere, die bereits Tickets gekauft haben, werden von Etihad bedient. Mit der Golfairline unterschrieb Air Seychelles einen Zusammenarbeitsvertrag. Etihad wird künftig als Zubringer dienen. Die Inselairline will deshalb künftig auch Abu Dhabi und Indien anfliegen.

Boeing B767 zurückgeben

Künftig will sich Air Seychelles ganze auf das regionale Geschäft konzentrieren. Das sei profitabel, erklärte Steller. Die Verträge mit ausländischen Piloten, Mechanikern und Angestellten am Boden würden deshalb nicht mehr erneuert. Auch wird es Entlassungen in den Verkaufsbüros in Europa geben. Zudem wird das Unternehmen auch umgehend Verhandlungen mit der Leasinggesellschaft aufnehmen, von der sie drei Boeing B767-300 angemietet hat. Das verursache Fixkosten von einer Million Euro pro Monat, so Steller. Für den regionalen Verkehr will sie eine neue Boeing B737-800 kaufen. Unklar ist noch was mit dem Dreamliner geschehen wird, den Air Seychelles für 2013 erwartet.

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