Dreamliner von Air Seychelles: Kaum mehr nötig.

Air Seychelles verlässt Europa

Die afrikanische Fluglinie schreibt massive Verluste. Nun streicht sie internationale Strecken - und holt eine prominente Verbündete an Bord.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Die Situation sei besorgniserregend, erklärte Unternehmenschef Bram Steller dieser Tage vor der heimischen Presse. In den letzten Jahren sei der Marktanteil von Air Seychelles auf den Langstreckenrouten stetig gesunken, weil neue Konkurrenten aufgetaucht seien. Die Auslastung sei entsprechend deutlich zurückgegangen. «Die internationalen Flüge waren früher knapp rentabel, inzwischen schreiben wir mit ihnen massive Verluste», so der Airline-Chef gemäß der Zeitung The People weiter. Die Regierung des Inselreiches im Indischen Ozean musste deshalb im laufenden Jahr mehr und mehr Geld einschießen. Nun zieht sie die Reißleine, weil die Budgetsituation eine weitere Unterstützung nicht mehr erlaubt.

Air Seychelles muss deshalb umgehend sparen. Deshalb werden alle Flüge nach Europa in den nächsten Wochen und Monaten aus dem Programm genommen. Die Routen nach Mailand, London und Rom werden auf den 8. Januar eingestellt. Die Strecke nach Paris wird ab dem 10. Januar nur noch drei statt fünf Mal die Woche angeflogen und ab dem 25. März dann ebenfalls ganz aus dem Flugplan gestrichen. Passagiere, die bereits Tickets gekauft haben, werden von Etihad bedient. Mit der Golfairline unterschrieb Air Seychelles einen Zusammenarbeitsvertrag. Etihad wird künftig als Zubringer dienen. Die Inselairline will deshalb künftig auch Abu Dhabi und Indien anfliegen.

Boeing B767 zurückgeben

Künftig will sich Air Seychelles ganze auf das regionale Geschäft konzentrieren. Das sei profitabel, erklärte Steller. Die Verträge mit ausländischen Piloten, Mechanikern und Angestellten am Boden würden deshalb nicht mehr erneuert. Auch wird es Entlassungen in den Verkaufsbüros in Europa geben. Zudem wird das Unternehmen auch umgehend Verhandlungen mit der Leasinggesellschaft aufnehmen, von der sie drei Boeing B767-300 angemietet hat. Das verursache Fixkosten von einer Million Euro pro Monat, so Steller. Für den regionalen Verkehr will sie eine neue Boeing B737-800 kaufen. Unklar ist noch was mit dem Dreamliner geschehen wird, den Air Seychelles für 2013 erwartet.

Mehr zum Thema

Bildschirmfoto 2026-02-02 um 163343

Boeing 787 von Air India außer Betrieb genommen - Probleme mit dem Treibstoffschalter

Dreamliner -VT-ANB vor der Auslieferung 2014: Das Flugzeug hatte immer wieder Probleme.

Verunglückte Boeing 787 von Air India machte seit Jahren Probleme

Boeing 787-8 von ANA: Die Airline hatte 30 Boeing 787-3 bestellt.

Boeing 787-3: Der vergessene Dreamliner

Boeing 787-9 von Lufthansa: das Flugzeug trägt die Jubiläums-Lackierung.

Hier fliegt Lufthansas Jubiläums-Dreamliner

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack