Dreamliner von Air Seychelles: Kaum mehr nötig.

Air Seychelles verlässt Europa

Die afrikanische Fluglinie schreibt massive Verluste. Nun streicht sie internationale Strecken - und holt eine prominente Verbündete an Bord.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die Situation sei besorgniserregend, erklärte Unternehmenschef Bram Steller dieser Tage vor der heimischen Presse. In den letzten Jahren sei der Marktanteil von Air Seychelles auf den Langstreckenrouten stetig gesunken, weil neue Konkurrenten aufgetaucht seien. Die Auslastung sei entsprechend deutlich zurückgegangen. «Die internationalen Flüge waren früher knapp rentabel, inzwischen schreiben wir mit ihnen massive Verluste», so der Airline-Chef gemäß der Zeitung The People weiter. Die Regierung des Inselreiches im Indischen Ozean musste deshalb im laufenden Jahr mehr und mehr Geld einschießen. Nun zieht sie die Reißleine, weil die Budgetsituation eine weitere Unterstützung nicht mehr erlaubt.

Air Seychelles muss deshalb umgehend sparen. Deshalb werden alle Flüge nach Europa in den nächsten Wochen und Monaten aus dem Programm genommen. Die Routen nach Mailand, London und Rom werden auf den 8. Januar eingestellt. Die Strecke nach Paris wird ab dem 10. Januar nur noch drei statt fünf Mal die Woche angeflogen und ab dem 25. März dann ebenfalls ganz aus dem Flugplan gestrichen. Passagiere, die bereits Tickets gekauft haben, werden von Etihad bedient. Mit der Golfairline unterschrieb Air Seychelles einen Zusammenarbeitsvertrag. Etihad wird künftig als Zubringer dienen. Die Inselairline will deshalb künftig auch Abu Dhabi und Indien anfliegen.

Boeing B767 zurückgeben

Künftig will sich Air Seychelles ganze auf das regionale Geschäft konzentrieren. Das sei profitabel, erklärte Steller. Die Verträge mit ausländischen Piloten, Mechanikern und Angestellten am Boden würden deshalb nicht mehr erneuert. Auch wird es Entlassungen in den Verkaufsbüros in Europa geben. Zudem wird das Unternehmen auch umgehend Verhandlungen mit der Leasinggesellschaft aufnehmen, von der sie drei Boeing B767-300 angemietet hat. Das verursache Fixkosten von einer Million Euro pro Monat, so Steller. Für den regionalen Verkehr will sie eine neue Boeing B737-800 kaufen. Unklar ist noch was mit dem Dreamliner geschehen wird, den Air Seychelles für 2013 erwartet.

Mehr zum Thema

Bordservice Project Fox: Bei Lufthansa werden die Komponenten nun getrennt erhitzt.

Mehr Gourmet, weniger Toilette: Neuer Lufthansa-Bordservice hat gesperrtes WC zur Folge

Die auf der Nase liegene Boeing 787, vergessener Verriegelungsstift: kleines Teil, großer WIrkung.

Auf Nase gekrachte Boeing 787 von Lufthansa: Der Sicherungsstift lag noch in der Werkzeugkiste

Die nach vorne gekippte Boeing 787 von Lufthansa: Das Heck ragt in den Himmel.

Lufthansa-Dreamliner: Wie lange dauert die Reparatur nach dem Fahrwerksunfall?

Letzter Start ZA004: Jetzt ist die Boeing 787 in Rente.

Boeing mustert letzten Dreamliner-Testflieger aus

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack