A330 von Jet Airways: Im letzten Moment sicher abgehoben.

Beinahe-Kollision in Mumbai

Flieger von Jet Airways und Air India entgingen nur knapp einem Unfall. Eine ganze Reihe von Fehlern führte fast zur Katastrophe.

Top-Jobs

.

Ausbildung zum Apron Controller (m/w/d) am Flughafen Frankfurt

Frankfrut
Vorfeldkontrolle
FRA-Vorfeldkontrolle GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
aaa aviation academy austria logo

Fluglehrer/-in FI(A) mit Funktion Deputy CFI

Vollzeit
Aviation Academy Austria
Flugschule
Feste Anstellung
Top jobs
Wiener Neustadt - LOAN
Österreich
aaa aviation academy austria logo

Fluglehrer/-in FI(A)

Vollzeit
Aviation Academy Austria
Flugschule
Feste Anstellung
Top jobs
Wiener Neustadt - LOAN
Österreich

Nur noch wenige hundert Meter war der Air-India-Flieger von der Landebahn des Flughafens in Mumbai entfernt. Die Crew der Boeing B747 war am 22. August bereit zur Landung. Doch etwas stimmte nicht. Beim Anflug sahen die Piloten auf der zugewiesenen Landebahn einen weiteren Flieger, der gerade anrollte. Der Airbus A330 von Jet Airways hatte soeben die Erlaubnis erhalten und den Start eingeleitet. Im letzten Moment, in einer Höhe von 106 Metern, brach der Jumbo-Jet B747 von Air India die Landung ab und startete durch. Der Flieger von Jet Airways hob ab und im zweiten Versuch landete auch die Air-India-Maschine problemlos, wie die Times of India berichtet.

Wie es kurz nach dem Zwischenfall von Vertretern der indischen Flugkontrolle hieß, habe man den Zwischenfall nicht als «Near Miss» klassifiziert, sondern als einen weniger heiklen «Go-Around». Doch nur wenige Tage später warfen neue Erkenntnisse ein anderes Licht auf die Situation. Wie die Zeitung Hindustan Times berichtet, hatte der zuständige Towerlotse den Air-India-Piloten nicht instruiert, den Go-Around durchzuführen, also die Landung abzubrechen. Und dies, nachdem es in einer offiziellen Stellungnahme des Flughafens in Mumbai gehießen hatte, der Tower hätte genau das getan. Die Luftfahrtbehörde DCGA suspendierte ihn in Folge der Ermittlungsergebnisse vom Dienst.

Lotse hat versagt

Der Lotse hatte lediglich den Piloten des startenden Fliegers angewiesen, den Start abzubrechen - was dieser aber nicht befolgte. Der Grund sei gewesen, dass man die Geschwindigkeit, in der man noch sicher bremsen kann, bereits überschritten gehabt habe, hieß es von den Piloten. Im Air-India-Jumbo hatte man jedoch vom Kontrollturm nie eine Anweisung zum Abbruch der Landung erhalten. Die Piloten entschieden sich von alleine dafür, nachdem sie den anderen Flieger auf der Landebahn entdeckt hatten.

Ein schlechtes Bild auf die Arbeit des Lotsen wirft das vor allem auch, weil dieser offenbar mehrere Warnungen über die Gefahr eines Zusammenstoßes ignorierte. Der erste Alarm ging los, als das Flugzeug von Air India noch 36 Sekunden von der Landung entfernt war. Als es nur noch 19 Sekunden vor dem Absetzen war, folgte der nächste. Auch jetzt - keine Anweisung des Towers. Und auch die Anweisung an den Airbus von Jet vermasselte er. Offenbar forderte der Lotse den Startabbruch mit den Worten «reject takeoff» - die sind allerdings nur dann korrekt, wenn der Flieger sich noch nicht bewegt. Laut Regeln der International Civil Aviation Organisation wären die richtigen Worte in der entsprechenden Situation «stop immediately» gewesen.

Mehr zum Thema

ticker-indien

Flüge zwischen Indien und China vor Wiederaufnahme

ticker-flughafen

Indischer Flughafen darf seinen Iata-Code GAY nicht ändern

ticker-indien

Indien: Höchste Sicherheitsstufe an allen Flughäfen

boeing 787 8 dreamliner air india

Luftfahrtbehörde findet über 50 Verstöße bei Air India - unter anderem im Cockpit

Video

phoenix sandsturm
Ein riesiger Sandsturm hat die Millionenstadt Phoenix und ihre Umgebung getroffen. Auch der Flughafen ist betroffen.
Timo Nowack
Timo Nowack
garuda indonesia special livery
Die Nationalairline Indonesiens feiert die Unabhängigkeitserklärung des Landes vor 80 Jahren. Dafür ließ Garuda eine Boeing 737 künstlerisch gestalten.
Timo Nowack
Timo Nowack
hurrikan erin noaa
Die Hurrikan-Jäger der amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA haben sich den Wirbelsturm Erin mit ihrem Turbopropflugzeug ganz aus der Nähe angeschaut - gerade, als dieser an Kraft weiter zulegte.
Timo Nowack
Timo Nowack