Jet von Air India: Piloten flogen ohne gültige Lizenz.

Air India102 Piloten flogen ohne Lizenz

Neue Negativschlagzeilen vom Star-Alliance-Mitglied: Mehr als 100 Piloten von Air India flogen ohne gültige Lizenz. Einen Monat lang merkte die Airline nichts.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Nach diesen Nachrichten dürften einige Fluggäste nicht besonders entspannt sein, falls sie demnächst mit einem Langstreckenjet von Air India fliegen. Wie die Airline nun herausgefunden hat, flogen 102 Boeing-Piloten Passagiere, obwohl sie keine gültige Lizenz hatten. Air-India-intern nennt man den Vorfall ein «ernsthaftes Versagen», berichtet die Zeitung Times of India.

Die betroffenen Piloten hätten laut dem Bericht Auffrischungstests durchlaufen müssen, damit die Lizenz erneuert wird. Dies haben sie aber nicht gemacht, in der Folge verfielen die Lizenzen. Es dauerte länger als einen Monat, bis Air India das Problem erkannte. Die Luftfahrtbehörde DGCA, die eigentlich auch für derartige Fälle zuständig ist, hat davon ebenfalls nichts bemerkt. Erst Anfang des Jahres hatten die USA das Sicherheitsranking der DGCA herabgestuft.

Pilotenproblem

Air India hat nun ein ernsthaftes Pilotenproblem. Schon ohne die nun fehlenden 102 Piloten gibt es bei der Fluglinie Personalmangel. Wie indische Medien berichten, bat die Fluggesellschaft die Behörde darum, den «geringfügigen Fehler» zu entschuldigen und die Lizenzen «sobald wie möglich» wieder zu erneuern. Doch dass die DGCA kulant ist, ist eher unwahrscheinlich. Denn offenbar ist sie schon länger mit dem Pilotentraining der Nationalairline unzufrieden und hat nun auch Informationen über die Ausbildung der Kurz- und Mittelstreckenpiloten verlangt.

Erst kürzlich hatte die DGCA außerdem – aus Sicherheitsbedenken – einen Jet von Air India gegroundet. Man habe «substanzielle Sicherheitsprobleme» an der Maschine festgestellt, so ein Sprecher der Behörde gegenüber dem Nachrichtenportal Businesstoday. Auch andere Flieger wurden nach Überraschungschecks gegroundet. Außer Air India war noch ein Flieger von Go Air betroffen sowie einer eines privaten Charteranbieters.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin