Flieger von Aigle Azur: Bald am Boden?

Interesse an Slots in Paris-OrlyAir France, Air Caraibes und Vueling kreisen über Aigle Azur

Die insolvente französische Fluglinie stoppt ihre Flüge. Interessenten haben nur wenige Tage Zeit, um ein Übernahmeangebot für Aigle Azur abzugeben.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Am Montag meldete Aigle Azur Insolvenz an. Schon am darauffolgenden Tag trat der eben erst wieder eingesetzte Chef Frantz Yvelin zurück. Die von Gerichts wegen eingesetzte provisorische Geschäftsführerin hat seither die Zügel fest in der Hand. Und sie fackelte nicht lange.

Am Donnerstag (5. September) stellte Aigle Azur zuerst die Flüge nach Bamako in Mali, nach São Paulo und nach Portugal mit sofortiger Wirkung ein. Zugleich wurden alle Verkäufe über den 9. September hinaus gestoppt. Am Abend gab die Airline dann bekannt, am Freitagabend alle Flüge einzustellen. Am kommenden Montag will die provisorische Geschäftsführerin nun Offerten für eine Übernahme der 1946 gegründeten Fluglinie annehmen und dann schnell entscheiden.

9800 Slots in Orly

Anwärter für eine Übernahme gibt es offenbar durchaus. Gemäß verschiedenen französischen Zeitungen ist Air France interessiert. Auch Vueling und Air Caraïbes sollen Interesse haben. Allen drei geht es aber weniger um die Fluggesellschaft an sich als vielmehr um deren 9800 Slots am Flughafen Paris-Orly. Denn am zweitgrößten Flughafen der französischen Hauptstadt sind diese rar, weil die Flugbewegungen bei 250.000 pro Jahr gedeckelt sind. Das macht die Zeitfenster für Starts und Landungen sehr begehrt.

Die Interessenlage der drei potenziellen Bieter ist unterschiedlich. Vueling will sich die Slots der Flüge nach Portugal sichern, die ihr vom Management von Aigle Azur zur Geldbeschaffung eigentlich bereits zugesprochen worden waren. Dieser Verkauf kam aber nicht mehr zustande. Air Caraïbes könnte sie zur Expansion nutzen und Air France einfach, um neue Konkurrenten fernzuhalten und ihre Billigtochter Transavia in Orly zu stärken.

Auch Pleite kommt einigen gelegen

Vielleicht kommt es aber auch nicht mehr dazu. Angesichts der angespannten finanziellen Lage ist auch möglich, dass niemand zugreift und Aigle Azur liquidiert wird. Das wäre für die meisten Interessenten wohl auch keine Katastrophe. Denn dann werden die Slots verteilt, wobei neue Anbieter bevorzugt werden.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von Aigle Azur: Die Airline steckt in einer Krise.

Aigle Azur geht in die Insolvenz

Airbus A330 von Aigle Azur: Nur die Flüge nach São Paulo bleiben im Angebot.

Aigle Azur sucht neuen Weg in die Zukunft

Veranstaltung von Aigle Azur: Die Fluglinie hat einen gewichtigen neuen Aktionär.

David Neeleman steigt bei Aigle Azur ein

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Mapflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin