Flieger von Corsair: Doch keine neuen Eigentümer.

Gespräche in letzter Minute gescheitertTui wird Corsair doch nicht los

Eigentlich waren sich beide einig. Doch im letzten Moment zog sich Air Caraïbes vom Kauf von Corsair zurück – weil die Gewerkschaften Ärger machten.

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Zusammen wären sie wirklich stark gewesen. Air Caraïbes und Corsair hätten ein starkes Streckennetz besessen, das die halbe Welt umspannt hätte. Von Frankreich aus hätten sie Strecken auf die französischen Antillen sowie restlichen Antillen, nach Kanada, in die Karibik, nach Afrika und in den Indischen Ozean sowie einen Regionalbetrieb zwischen den Inseln der Antillen im Programm gehabt. Hätten. Aus den Plänen wird nichts.

Tui und die Groupe Dubreuil als Besitzerin von Air Caraïbes gaben am Donnerstag (5. März) bekannt, die Gespräche beendet zu haben. Gescheitert ist der Verkauf von Corsair an Air Caraïbes offenbar wegen den Gewerkschaften. Die neuen Eigentümer kündigten an, den Namen und die Strecken behalten zu wollen. Sie forderten aber von den Corsair-Angestellten Zugeständnisse. Immerhin schreibt die französische Fluglinie seit Jahren Verluste. Darauf hin riefen die Arbeitnehmervertreter zum Streik auf.

Mehr arbeiten und keine Stellengarantie

Air Caraïbes wollte die Arbeitszeit bei Corsair etwa um 7 Prozent erhöhen. Auch wollte sie keine Stellengarantie aussprechen. Zudem plant die Groupe Dubreuil bei Ankunft der georderten zehn Airbus A350 eine neue Gesellschaft zu gründen. Die Gewerkschaften von Corsair befürchteten nun, dass es dann zu einer scharfen Selektion und schlechteren Bedingungen kommt.

Kurzfristig haben die Gewerkschafter ihr Ziel erreicht: Corsair wird nicht verkauft. Tui erklärte allerdings schon, neben Air Caraïbes habe es andere Interessenten gegeben. Doch erste Wahl war das Unternehmen, das sich nun verärgert verabschiedete.

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