C-Series: Bombardier wartet noch auf rund 100 Bestellungen.

Air Canada kauft keine C-Series

Eigentlich findet die Fluggesellschaft Gefallen am neuen Flieger von Bombardier. Trotzdem will Air Canada ihre Embraer nun doch nicht mit C-Series ersetzen.

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Air Canada will die Kurz- und Mittelstreckenflotte in nächster Zeit von Grund auf erneuern. Rund hundert neue Flieger will die Fluglinie dafür kaufen. Und so war das Management in den letzten Monaten auf Erkundungstour - auch in der kanadischen Nachbarschaft. «Wir schauen uns die C-Series ganz genau an», sagte im Herbst Vorstandsvorsitzender Calin Rovinescu. Und er erschien sehr angetan vom neuen Modell von Bombardier. «Aufgrund dessen, was wir bis jetzt auf Papier sahen, mögen wir sie.»

Bis Ende Jahr wollte Air Canada einen Entscheid fällen. Doch nun enttäuscht die Airline den heimischen Flugzeugbauer. Sie ordert keine C-Series. Denn die Fluggesellschaft hat beschlossen, ihre restlichen Embraer E190 noch eine Weile zu behalten. «Nach einer genauen Prüfung haben wir entschieden, sie weiter zu benutzen. Denn sie sind relativ jung, sie weisen eine gute Produktivität und sie sind beliebt bei den Passagieren», erklärte Finanzchef Michael Rousseau gemäß der Zeitung La Presse.

Bombardier ist noch weit vom Ziel entfernt

Für Bombardier wäre ein Auftrag von Air Canada von zentraler Wichtigkeit gewesen. Er hätte dem C-Series-Programm zum Durchbruch verholfen. Bis Mitte 2014 will der kanadische Flugzeugbauer rund 300 Bestellungen aufweisen. Er steht momentan aber erst bei 203 festen Bestellungen. Bombardier braucht nun also dringend eine große Order - und das schnell.

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