Flugzeug von Air Baltic in Riga: Neuer Chef.

Suche nach neuem Air-Baltic-Chef

Der Chef von Air Baltic und Grossaktionär Bertolt Flick ist zurückgetreten. Einen neuen Chef zu finden ist nicht ganz so einfach.

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span>Bertolt Flick bleibt bis zum Schluss angriffig. «Die letzten Monate waren für unser Unternehmen sehr schwer. Lange Zeit wurden notwendige Entscheidungen von den Aktionären nicht getroffen, bis sich die Situation heute geklärt hat. Als Inhaber und im Interesse von Air Baltic habe ich beschlossen, zurück zu treten, da die Vereinbarung zwischen den Aktionären dies für die Zukunft der Fluglinie erfordert» erklärte er in seinem Rücktrittsschreiben. Sein Abgang war die Voraussetzung der lettischen Regierung für eine Kapitalerhöhung um 153 Millionen Euro. Sie tragen der Staat, der 53 Prozent der Airline hält und Flick (47 Prozent) gemeinsam (aeroTELEGRAPH berichtete). Das Geld wurde nötig, weil sich die finanzielle Lage der Fluggesellschaft massiv verschlechtert hatte.

«Air Baltic war mein Baby» schreibt Flick weiter in seiner Mitteilung. In seinen nahezu zehn Jahren habe er ein «exzellentes Management-Team aufgebaut, mit dem wir gemeinsam ein ausgezeichnetes und preisgekröntes Unternehmen geschaffen haben», erklärte er. Nun sucht der Staat einen Nachfolger. Die operative Leiterin von Air Baltic, Laila Odina, wurde zur Firmenchefin ad interim ernannt. Neu im Vorstand sitz der ehemalige Investmentbanker Vitolds Jakovlevs. Das dritte Vorstandsmiglied und damit auch der neue Chef von Air Baltic würde bereits intensiv gesucht. Er müsse Erfahrung im Fluggeschäft mitbringen, erklärte Aufsichtsrätin Gints Kirsteins gemäß der Zeitung The Baltic Course. Das sei das zentrale Kriterium.

Eine Frage des Lohnes

Einer Verpflichtung eines Profis steht derzeit offenbar noch die Lohnfrage im Wege. Das sei zentral. Jedermann habe nach der öffentlichen Schlammschlacht gewusst, wie viel Flick verdiente. Deshalb wolle niemand für weniger kommen, so Kirsteins. Die Verhandlungen seine in Gange.

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