Tony Fernandes, Airbus A330: Der Air-Asia-Chef hält nichts von den Lufthansa-Plänen.

Air-Asia-Chef Tony FernandesLufthansa-Pläne «sehr riskant»

Tony Fernandes hat einen Rat für die Lufthansa. Er würde vehement davon abraten, eine Langstrecken-Billigairline zu gründen, sagt der Air-Asia-Chef.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hält sich für vorausblickend. «Wir wollen nicht zu den Getriebenen, sondern zu den Treibern der Veränderungen in der Luftfahrtbranche gehören», sagte er bei der Bekanntgabe der Pläne zur Gründung einer konzerneigenen Langstrecken-Billigfluglinie. Sein Branchenkollege Tony Fernandes sieht es ganz anders. Der Chef von Air Asia findet, die Lufthansa solle die Finger von Interkontinental-Billigflügen lassen.

Was die Lufthansa mache, sei verlockend, sagte Fernandes bei der Luftfahrtmesse in Farnborough. Er könne verstehen, wie der deutsche Konzern auf die Idee komme. «Aber es ist gefährlich einen Lowcost- und einen Vollservice-Anbieter im gleichen Konzern zu haben. Man beginnt sich unweigerlich zu kannibalisieren», so der Air-Asia-Lenker gemäß der Nachrichtenagentur Reuters. Jede andere Fluggesellschaft, die das versucht habe, habe darunter gelitten.

«Ich würde davon abraten»

Fernandes findet klare Worte für die Lufthansa-Pläne: «Ich finde es sehr riskant. Ich würde davon abraten». Er selbst sei im Billigfluggeschäft. Und dabei werde es auch bleiben. «Sie werden mich nie sehen, eine traditionelle Fluglinie aufzubauen.»

Die geplante Langstrecken-Billigairline der Lufthansa unter dem Dach der Wings-Gruppe soll im Winter 2015 mit zuerst sieben Boeing 767 oder Airbus A330 starten. Ihr Fokus liegt auf dem preissensiblen Segment der Privatreisenden abseits der Hauptmärkte. So will die Lufthansa die «Konkurrenz aus Fernost» in Schach halten- Die «Interkontinental-Wings» wird nicht nur aus Deutschland, sondern später auch aus Belgien, Österreich und die Schweiz heraus operieren.

Ein Überblick über die neue Lufthansa sehen Sie hier: Das ist die neue Lufthansa.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Buchungen aus Westeuropa im Minus für den Sommer.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg