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Air Alps: Zoff mit Rostock Airways

Air Alps flog seit Kurzem für Rostock Airways von Bremen nach Zürich. Doch nun gibt es Streit zwischen den Partnern. Air Alps stellt den Betrieb wieder ein.

Air Alps

Mitarbeiterin von Air Alps: Wunder dauern meistens länger.

Anfang der Woche hätte der Verkauf nach mehreren Verschiebungen endlich über die Bühne gehen sollen. Und die Ampeln standen auf grün. «Ich bin nach wie vor optimistisch», erklärte Air-Alps-Geschäftsführer Günther Gast am Dienstag gegenüber aeroTELEGRAPH. Er stehe mit den Investoren und auch mit dem Verkehrsministerium in Wien in Kontakt.

Die deutsche Rostock Airways hatte zuvor erklärt, sie wolle 76 Prozent der Anteile an der österreichischen Regionalfluggesellschaft übernehmen. Zudem hatte sie versprochen, neues Kapital in Air Alps einzuschießen. Nur so wäre auch das Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) der österreichischen Fluglinie vom Verkehrsministerium erneuert worden, welches derzeit nur provisorisch in Kraft ist. Doch nun ist der Deal gescheitert. Gast teilte am Freitag (21. Februar) mit, dass Air Alps den Flugbetrieb nach nur einem Monat schon wieder einstelle.

Linienverbindung zwischen Bremen und Zürich einstellen

Gast macht heftige Vorwürfe an die Seite der Partner. «Nachdem Rostock Airways verbindliche Zusagen nicht eingehalten und den vereinbarten Aufgaben nicht nachgekommen ist, sieht sich Air Alps nun leider gezwungen» schreibt er in einer Mitteilung, «die Linienverbindung zwischen Bremen und Zürich mit 28. Februar 2014 wieder einzustellen.» Auf dieser Strecke flog die Fluglinie seit Anfang Februar im Auftrag von Rostock Airways.

Wer genau hinter Rostock Airways steht, ist nicht bekannt. Seit September ist der deutsche Rechtsanwalt Norbert Dotterweich Geschäftsführer. Der 58-Jährige Weimarer ist auch alleiniger Eigentümer, wie ein Blick ins Handelsregister zeigt. In der Luftfahrtbranche ist er ein völlig unbeschriebenes Blatt.



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