Flughafen Mombasa: Für ausländische Airlines ist es schwer.

Afrikas Problem mit den Airlines

Viele afrikanische Staaten machen es den Airlines schwer, Fuß zu fassen. Kritiker sehen darin ein großes Problem für den Tourismus.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

/>Eigentlich besitzt Afrika ein grosses Potenzial für die zivile Luftfahrt. Riesige Distanzen, eine Bevölkerung von Hunderten Millionen und wachsende Mobilität dank Wirtschaftswachstum. Trotzdem entfallen nur rund zwei Prozent der zivilen Luftfahrt weltweit auf den schwarzen Kontinent. Das bemängelt Bert van der Linden, Chef von Comair.

Sowohl die südafrikanische Airline als auch ihr Billig-Konkurrent 1Time haben mit dem Protektionismus der afrikanischen Staaten zu kämpfen. Beide Airlines wollen schon seit Jahren neue Ziele in Afrika anfliegen. Dafür bekommen sie aber keine Erlaubnis. Eigentlich sollte das inzwischen kein Problem mehr sein. Immerhin haben die meisten Länder im Yamoussoukro-Vertrag ihre Absicht erklärt, ihren Luftraum für kommerzielle Konkurrenz zu öffnen. Umgesetzt haben es aber die wenigsten. Das «Potenzial für Tourismus, Handel und Investitionen» werde dadurch gebremst. Stattdessen würden viel Staaten lieber ihre unprofitablen nationalen Airlines unterstützen, so van der Linden.

Partnerschaften schaffen Abhilfe

Andere Airlines wie South African Airways konnten das Problem lösen, indem sie Partnerschaften mit anderen Fluggesellschaften eingingen, etwa im Kongo. Das haben weder Comair noch 1Time bisher getan. Da aber die meisten afrikanischen Staaten den Wettbewerb durch Außenseiter nicht zulassen, haben sie es dadurch schwer.

Dieser Protektionismus führt zu einer untypischen Entwicklung in der afrikanischen Luftfahrt. Während die Branche fast überall sonst wächst, führe der fehlende Wettbewerb dazu, dass die durchschnittliche afrikanische Airline Verluste schreibe - und sich verschulde. Während in anderen Schwellenländern wie Indien die Passagierzahlen durch die Decke gehen, macht Afrika mit rund 40 Millionen nur etwa ein Achtel des gesamten Aufkommens an Reisenden aus - und das, obwohl der Kontinent rund 300 Airlines mit etwa 500'000 Angestellten besitzt.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von South African Airways: bisher nur als Ceo-Version in der SAA-Flotte.

Südafrika nimmt neuen Anlauf für Privatisierung von South African Airways

ticker lift

Lift baut Flotte aus und fliegt erstmals international

Boeing 737-800 von Mango Airlines in Johannesburg: Kehrt die Airline zurück?

Mango Airlines will nach vier Jahren am Boden neu starten

Airbus A340 von Swiss: Muss ab Johannesburg zwischenlanden.

Lufthansa und Swiss müssen auf Flügen ab Johannesburg Tankstopp einlegen

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack