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Afrikas Problem mit den Airlines

Viele afrikanische Staaten machen es den Airlines schwer, Fuß zu fassen. Kritiker sehen darin ein großes Problem für den Tourismus.

Arcturus/Wikimedia/CC

Flughafen Mombasa: Für ausländische Airlines ist es schwer.

/>Eigentlich besitzt Afrika ein grosses Potenzial für die zivile Luftfahrt. Riesige Distanzen, eine Bevölkerung von Hunderten Millionen und wachsende Mobilität dank Wirtschaftswachstum. Trotzdem entfallen nur rund zwei Prozent der zivilen Luftfahrt weltweit auf den schwarzen Kontinent. Das bemängelt Bert van der Linden, Chef von Comair.

Sowohl die südafrikanische Airline als auch ihr Billig-Konkurrent 1Time haben mit dem Protektionismus der afrikanischen Staaten zu kämpfen. Beide Airlines wollen schon seit Jahren neue Ziele in Afrika anfliegen. Dafür bekommen sie aber keine Erlaubnis. Eigentlich sollte das inzwischen kein Problem mehr sein. Immerhin haben die meisten Länder im Yamoussoukro-Vertrag ihre Absicht erklärt, ihren Luftraum für kommerzielle Konkurrenz zu öffnen. Umgesetzt haben es aber die wenigsten. Das «Potenzial für Tourismus, Handel und Investitionen» werde dadurch gebremst. Stattdessen würden viel Staaten lieber ihre unprofitablen nationalen Airlines unterstützen, so van der Linden.

Partnerschaften schaffen Abhilfe

Andere Airlines wie South African Airways konnten das Problem lösen, indem sie Partnerschaften mit anderen Fluggesellschaften eingingen, etwa im Kongo. Das haben weder Comair noch 1Time bisher getan. Da aber die meisten afrikanischen Staaten den Wettbewerb durch Außenseiter nicht zulassen, haben sie es dadurch schwer.

Dieser Protektionismus führt zu einer untypischen Entwicklung in der afrikanischen Luftfahrt. Während die Branche fast überall sonst wächst, führe der fehlende Wettbewerb dazu, dass die durchschnittliche afrikanische Airline Verluste schreibe – und sich verschulde. Während in anderen Schwellenländern wie Indien die Passagierzahlen durch die Decke gehen, macht Afrika mit rund 40 Millionen nur etwa ein Achtel des gesamten Aufkommens an Reisenden aus – und das, obwohl der Kontinent rund 300 Airlines mit etwa 500’000 Angestellten besitzt.



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