Tupolev Tu-214: Reichweite von 3800 Kilometer.

Russlands VerkehrsministerAeroflot soll Tupolev Tu-214 zum Kern der Flotte machen

Die russische Nationalairline will einheimische Flugzeuge bestellen. Die Tupolev Tu-214 soll dabei bei Aeroflot eine ganz besondere Rolle spielen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Schon wenige Tage nach Beginn des Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar war klar: Russlands Luftfahrt muss umplanen. Denn die vom Westen ausgesprochenen Sanktionen fielen viel heftiger aus, als in Moskau erwartet worden war. Keine Überflugrechte mehr, keine Landerechte, keine Leasingflieger, keine neuen Flugzeuge, keine Ersatzteile, keine Wartung.

Um den künftigen Bedarf an Lufttransportkapazitäten zu sichern, kündigte die Regierung von Präsident Vladimir Putin noch im März an, die Produktion von einheimischen Flugzeugen zu forcieren: Superjet 100, Irkut MS-21 , Iluyshin Il-96 und Tupolev Tu-214. Die Nachfrage dafür ist da. Denn alleine die zu 57 Prozent vom Staat kontrollierte Aeroflot will 300 neue russische Flugzeuge kaufen.

Umstellung dauert fünf Jahre

Neben Superjet 100 und Irkut MS-21 will die russische Nationalairline Russlands auch Tu-214 bestellen. Und mit ihr hat sie offenbar viel vor. Verkehrsminister Vitaly Savelyev erklärte dem TV-Sender Rossiya-1 dieser Tage, der Zweistrahler sei «eines der Modelle, die von den Fluggesellschaften, insbesondere von Aeroflot, als eines der Basismodelle in Erwägung gezogen werden, auf die sie im Laufe des Prozesses langsam umsteigen werden».

Mit dem Prozess meint Savelyev die Umstellung von westlichen auf russische Flugzeuge. Dieser werde rund fünf Jahre dauern, hatte die Regierung zuvor erklärt. Bis dann könne man die Produktion hochfahren.

Tu-214 hat russische Triebwerke

Die Produktion der Tu-214 wurde nie ganz eingestellt, lief aber nur noch auf Sparflamme. Der Zweistrahler ist eine Weiterentwicklung der Tu-204 mit höherem maximalen Startgewicht von 110,75 Tonnen. Sie bietet bis zu 210 Reisenden Platz und hat bei maximaler Beladung eine Reichweite von bis zu 3800 Kilometern. Das Modell absolvierte seinen Erstflug 1996.

Angetrieben wird die Tu-214 von zwei russischen Triebwerken vom Typ Aviadvigatel PS-90. Gemäß dem Luftfahrtdatenportal CH Aviation sind aktuell nur noch 16 Exemplare aktiv, allesamt bei russischen Armeeeinheiten.

Mehr zum Thema

Produktion des Superjet 100: Aeroflot will aufstocken.

Aeroflot will 300 russische Flugzeuge bestellen

Tupolev-Produktion in Kasan: Schon bald wieder in Serie?

Russland will Produktion der Tupolev Tu-214 schnell hochfahren

Boeing 737 von Pobeda: Zu wenig Ersatzteile.

China hilft Russland mit Ersatzteilen aus

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack