Ilyushin Il-96 von Aeroflot (hier zu sehen 2013): Das Modell ist heute nicht mehr Teil der Flotte - aber in Zukunft womöglich wieder?

Reaktion auf SanktionenRussland könnte Tupolev Tu-204- und Ilyushin Il-96 wieder bauen

Wie erhalten russische Fluggesellschaften neue Flugzeuge? Aus russischer Produktion, könnte die Antwort lauten. Dabei geht es auch um Tupolev Tu-204 und Ilyushin Il-96.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Aeroflot, S7, Utair und Co. können keine Flugzeuge von Boeing und Airbus mehr neu leasen oder kaufen. Das verunmöglichen die Sanktionen des Westens als Reaktion auf den Angriff auf die Ukraine. Russland will auf diese Herausforderung durch zwei Maßnahmen reagieren.

Zum einen soll die Markteinführung der Irkut MS-21 und der russischeren Version des Superjet 100 beschleunigt werden. Das sagten Russlands Vizeministerpräsident Yury Borisov sowie Sergey Chemezov, Chef des staatlichen Technologie- und Rüstungskonzerns Rostec, gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Tass. Russland hat in den vergangenen Jahren unter dem Projektnamen Superjet New bereits darauf hingearbeitet, den bereits im Markt eingeführten Flieger mit weniger westlichen Komponenten zu bauen.

ll-96-400 M bereits vorgestellt

Von der Irkut MS-21 hob Ende 2021 erstmals ein Prototyp mit Flügeln aus russischen Verbundwerkstoffen ab. Die MS-21 hat neben dem Pratt & Whitney auch eine russische Triebwerksvariante, das Aviadvigatel PD-14. Auf dessen Basis wird das kleinere PD-8 entwickelt, unter anderem für den Superjet.

Der Politiker und der Manager kündigten aber auch eine zweite mögliche Maßnahme an: die Wiederaufnahme der Serienfertigung von Tupolev Tu-204 und Ilyushin Il-96. Man müsse bei der zivilen Flugzeugproduktion schnell reagieren, sagte Rostec-Chef Chemezov. Dazu sei es auch «notwendig, die Möglichkeit der Wiederaufnahme der Serienproduktion der Mittelstreckenflugzeuge Tu-204 und Tu-214 sowie des Großraumflugzeugs Il-96 zu prüfen». Dies soll noch vor einer Ausweitung der MS-21- und Superjet-Produktion geschehen.

Tupolev baut noch, aber wenig

Noch in der ersten Jahreshälfte 2020 hatte Ilyushin schon einmal die Wiederaufnahme der Il-96-Serienproduktion geprüft. Der Hersteller präsentierte die neue Variante Il-96-400 M mit Platz für bis zu 402 Reisende. Im Herbst 2021 nahm man von diesem Plan aber Abstand und beschloss, lediglich eine wenige ll-96-400 M als Weltuntergangsflugzeuge zu bauen. Die Tu-204 hatte ihren Erstflug 1989, die weiterentwickelte Tu-214 1996.

Die Produktion der Tu-204 und ihrer Variante Tu-214 wurde nie eingestellt. Zuletzt lieferte Tupolev aber im Jahr 2020 vier der Flugzeuge aus, eins ans russische Innenministerium, zwei an Sky KG Airlines aus Kirgisistan. Tupolev gehört mittlerweile wie auch Ilyushin, Irkut und der Superjet zum Luftfahrtkonsortium UAC, das wiederum zu Rostec gehört. Die Il-96 absolvierte ihren Jungfernflug 1988.

Mehr zum Thema

So far, most parts for the Superjet come fro abroad.

So soll der Superjet russischer werden

Die Irkut MS-21 ist nochmals ein Stück russischer geworden

Die Irkut MS-21 ist nochmals ein Stück russischer geworden

So könnte die neue Il-96-400M innen aussehen: Zu erkennen ist eine 3-3-3-Bestuhlung in der Economy Class ...

Ilyushin zeigt erstmals Interieur der neuen Il-96

ilyushin il 114 300 kaelte

Polar Airlines will Ilyushin Il-114-300 - aber nur, wenn sie noch ein zusätzliches Detail bekommt

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack