Letzte Aktualisierung: 10:52 Uhr

Nachfolgerin für Dobrolet

Aeroflot nennt Billigairline «Sieg»

Aeroflot lässt sich nicht unterkriegen. Mitte November startet sie mit ihrer Billigairline neu. Sie soll aussehen wie die alte Dobrolet, aber Pobeda heißen – zu Deutsch: «Sieg».

Peter Dyakov/Zharif Hussein/Flickr/CC

Djen pobedi: Der Tag des Sieges ist in Russland einer der größten Feiertage.

Schon der erste Versuch des Neustarts zeigte Trotz. Die Zweitauflage von Aeroflots Billigairline hätte Dobrolet Plus heißen sollen. Ihre Vorgängerin Dobrolet musste ihre Flüge im August einstellen. Sie sei eine Tochter der staatlichen Aeroflot, begründete der Rat der Europäischen Union. «Seit der rechtswidrigen Annexion der Krim hat Dobrolet bisher ausschließlich Flüge zwischen Moskau und Simferopol durchgeführt. Dobrolet erleich­tert damit die Integration der rechtswidrig annektierten Autonomen Republik Krim in die Russi­sche Föderation und untergräbt die Souveränität und territoriale Unversehrtheit der Ukraine».

Später wurde der Name Dobrolet Plus wieder begraben. Zwischenzeitlich war «Budzhetny Perevozchik» im Gespräch, «Budgetanbieter». Nun aber soll Aeroflots Billigairline Pobeda genannt werden, wie russische Medien berichten. Das heißt nichts anderes als Sieg. Damit wird der Trotz und Stolz des Kremls endgültig sichtbar. Zudem ist Pobeda in Russland positiv besetzt. Der Djen pobedi am 9. Mai st einer der größten Feiertage – es ist der Tag des Sieges über Nazi-Deutschland.

Acht Ziele zum Start

Pobeda soll schon Mitte November starten. Die Flotte soll aus Boeing 737 mit der Lackierung von Dobrolet bestehen. Damit werden zuerst acht Ziele bedient. Dobrolet hätte nach Simferopol auf der Krim bald Jekaterinburg, Kazan, Perm, Samara, Ufa, Surgut und Wolgograd in das Streckennetz aufnehmen sollen. Einen Fehler wird Pobeda aber nicht mehr machen. Sie wird nicht mehr auf die Krim fliegen.

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