Schulflugzeuge der ehemaligen Adria Airways: Flugschule für 7500 Euro verkauft.

Flugschule von Adria AirwaysGeschäftsmann und Ex-Richter planen weltgrößte Flugschule

Für einen Spottpreis übernehmen zwei Männer die Flugschule der ehemaligen Adria Airways. Beide wollen vom Pilotenmangel in Asien profitieren.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es war ein Schnäppchen. Für gerade mal 7500 Euro verkauften Insolvenzverwalter vergangenen Monat die Flugschule der gescheiterten slowenischen Nationalairline Adria Airways. Das Unternehmen samt inaktiver, aber noch gültiger Betriebslizenz erwarb der Geschäftsmann Peter Jambrek, einst oberster Richter des Verfassungsgerichts Sloweniens.

Jambrek kaufte die Adria Airways Flight School nicht alleine. Formeller Inhaber ist ein Institut Jambreks, dessen Mitinhaber der chinesische Geschäftsmann Kai Dai ist. Dessen im Vereinigten Königreich ansässige Finanzunternehmen Kylin Prime Capital wurde dieser Tage zum Mitinhaber der Adria Airways Flight School, berichtet das Portal Ex-YU Aviation.

Größte Flugschule der Welt geplant

Über künftige Pläne will Kylin Prime Capital derzeit keine Auskünfte geben. Es bestätigt den Einstieg weder, noch dementiert es ihn. Bekannt ist, dass Kylin Prime Capital im vergangenen Jahr mit European Prime Airways ein neues Unternehmen mit Fokus im Passagier- und Flugverkehr ins slowenische Unternehmensregister eintragen ließ.

Äußerungen vom slowenischen Partner deuten darauf hin, dass die Gründung einer neuen Flugschule geplant wird. Jambrek kündigte bereits öffentlich an, eine der größten Flugschulen der Welt aufzubauen. «In China [...] gibt es einen enormen Mangel an Piloten, und dasselbe gilt für Indien und Indonesien», sagte er.

Vorheriges Engagement aus China scheiterte

Bereits im nächsten Jahr soll der Betrieb aufgenommen werden, sagt Jambrek. Ein chinesisches Engagement in der Luftfahrt Sloweniens scheiterte erst 2019. Mit den Geldern chinesischer Aktionäre übernahm der niederländische Konzern SHS Aviation 2017 den slowenischen Flughafen Maribor.

Der Airport der zweitgrößten Stadt Slowenien sollte für 660 Millionen Euro zum großen Asien-Drehkreuz umgebaut werden. Nachdem sich SHS Aviation bereits bei der Übernahme der bankrotten VLM Airlines übernahm, wurde vergangenes Jahr auch das Projekt in Maribor wieder aufgegeben.

Mehr zum Thema

Flieger von Adria Airways: Die Forderungen übersteigen den Restwert.

Lufthansa fordert Millionen von Adria Airways

Flugbegleiterin von Adria Airways: Die Uniformen sind nicht beliebt.

Niemand will die Uniformen von Adria Airways

Flieger von Adria Airways: Rückkehr mit neuen Jets und neuem Namen?

Bananenkönig kauft Lizenzen von Adria Airways

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 der argentinischen Charterfirma Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Dieselbe Firma flog einst auch Javier Milei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack