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Gläubigerausschuss

Lufthansa und Easyjet Gewinner bei Air Berlin

Der Gläubigerausschuss von Air Berlin hat zwei Favoriten ausgewählt. Eine weitere Entscheidung fällt am Montag. Bei Air Berlin Technik dauert es länger.

aeroTELEGRAPH

Airbus A320 der Air-Berlin-Tochter Belair: Wie geht es weiter?

Die Zahl der möglichen Käufer sinkt: Air Berlin hat am Donnerstagabend (21. September) erklärt, dass der Gläubigerausschuss die vorliegenden Gebote intensiv erörtert hat. Eine Entscheidung teilte die Fluggesellschaft zunächst nicht mit. Das Gremium traf jedoch eine engere Auswahl aus den Bewerbern. Mit den verbleibenden Bietern will Air Berlin nun über das kommende Wochenende weiter verhandeln. Nach der Aufsichtsratssitzung am Montag soll dann bekannt werden, wer was von der insolventen deutschen Airline bekommt.

Später am Abend ergänzte Air Berlin die Information. Der Bieterkreis für die Lufttransport-Bereiche umfasse noch Lufthansa und Easyjet, schrieb die Fluggesellschaft in einer Börsen-Pflichtmitteilung. Die Detailverhandlungen sollen bis zum 12. Oktober weiterlaufen. «Hinsichtlich der sonstigen Teilbereiche der Air-Berlin-Gruppe werden die
Verkaufsverhandlungen mit weiteren Bietern fortgesetzt», so Air Berlin weiter.

Größtes Kuchenstück wohl an Lufthansa

Klar ist, dass Lufthansa wohl den größten Teil von Air Berlin bekommen wird. Die größte deutsche Fluggesellschaft hat sich ja bereits durch einen Wet-Lease-Deal 38 Flieger gesichert. Einige davon gehören inzwischen bereits ihr, andere werden direkt geleast. Da wird wohl kaum mehr etwas dran geschraubt. Darüber hinaus wünscht sich Lufthansa 20 bis 40 weitere Flieger. Auch eine Minimalzuteilung reicht da schon zum Erhalt des größten Kuchenstücks von Air Berlin.

Die Zukunft von Air Berlin Technik mit ihren 850 Beschäftigten bleibt dagegen noch etwas länger ungewiss. Dieses Verfahren könne man erst abschließen, nachdem die Aufteilung von Air Berlin entschieden sei, so das Unternehmen. Erst dann könnten Bewerber konkrete Gebote abgeben. Diese Frist dauert bis zum 6. Oktober. «Die Gespräche mit potenziellen Investoren sind auf positive Resonanz gestoßen», heißt es von Air Berlin.



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