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Günstige Liegebetten

Doppelstockbetten für die Economy Class

Liegesitze der First und Business Class sind für viele Passagiere unerschwinglich. Mit einem ausgeklügelten System will Zephyr Aerospace mehr Passagiere im Flieger gut schlafen lassen.

Den meisten Fluggästen bleibt dieses Erlebnis verwehrt. Auf Vollflachbetten einer Business- oder First-Class schläft es sich hoch über den Wolken wohl ähnlich gut wie im Hotelbett. Im Vergleich zu den Kosten eines Tickets für die Economy-Klasse müssen Passagiere aber viel tiefer ins Portemonnaie greifen.

Erschwinglichere Schlafsitze hat das Unternehmen Zephyr Aerospace entworfen. Das Unternehmen aus den Vereinigten Staaten entwickelt derzeit ein Sitzsystem, bei dem Passagiere wie in einem Doppelbett in Liegesitzen übereinandergestapelt werden. Damit sollen Vollflachbetten nicht nur auch außerhalb der First- und Business-Class ihren Einzug finden.

Ein Fünftel mehr Sitzplätze

Obwohl den Passagieren insgesamt mehr Platz zur Verfügung steht, soll die Anordnung in Großraumflugzeugen für etwa 20 Prozent mehr Kapazität bei den Sitzplätzen sorgen, so Zephyr Aerospace. Das Angebot richtet sich an Passagiere, die für Schlafkomfort mehr zahlen würden, denen jedoch ein Business-Class-Ticket zu teuer ist. In einer Grafik zeigt das Unternehmen eine mögliche Platzierung ihrer Doppelstocksitze zwischen der Business- und Economy-Klasse.

Genau diesem Bereich haben immer mehr Fluglinien in den vergangenen Jahren mit Premium-Economy-Sitze gebaut. Um das bisherige Preisniveau dieses Angebots trotz des vergrößerten Platzes nicht zu erhöhen, plant Zephyr Aerospace anderswo Abstriche.

Schlaf wichtiger als Essen oder Lounge

In einer Studie fand das Unternehmen heraus, dass für besseren Schlaf etwa 70 Prozent aller Passagiere auf Zugang zu Vielflieger-Loungen oder gehobenes Bordessen verzichten würden. Entgegen üblicher Schlafsitze lassen sich die Stühle von Zephyr nicht zu einem flachen Bett herunterfahren. Stattdessen verfügen die zwischen 97 und 107 Zentimeter langen Sitze über eine benachbarte Liegefläche.

Ein ausklappbares, gepolstertes Brett kann bei Bedarf die Sitz- und Liegefläche so miteinander verbinden, dass ein 198 Zentimeter langes Flachbett entsteht. Über ausfahrbare Treppenstufen können Passagiere die oben gelegenen Sitze erreichen. Bisher hat das Startup nur ein Ausstellungsmodell des Sitzes gebaut, der sich in allen gängigen Passagierflugzeugen nachrüsten lassen soll.

Entwickler reagieren auf Covid-19-Pandemie

Noch immer sucht das Unternehmen auf einer Online-Gründerplattform nach Investoren. Gespräche mit Lufthansa, Qantas, British Airways oder Delta Air Lines haben laut Zephyr Aerospace bereits stattgefunden. Dass inmitten der Coronakrise viele Airlines derzeit schwer zu kämpfen haben und neue Investition mittelfristig eher scheuen, darauf hat das Startup bereits reagiert: Die Sitze bietet Zephyr aktuell auch als Lösung für Social Distancing ein.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie Aufnahmen der Sitze.



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