GerüchtWusste Ilyushin von Problemen bei der Il-112?

Der einzige flugfähige Prototyp der Il-112 ist abgestürzt. Nun steht der Vorwurf im Raum, Ilyushin habe schon länger gewusst, dass die Triebwerke überhitzen könnten.

Top-Jobs

Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Nikolay Kuimov, Dmitry Komarov und Nikolay Khludeyev werden in Russland bereits als Helden gefeiert. Die beiden Piloten und der Ingenieur waren an Bord der Ilyushin Il-112, die am Dienstag (17. August) bei einem Testflug bei Moskau abstürzte. Mit dem Tod des Trios habe man einen großen Verlust erlitten, so der staatliche russische Luftfahrtkonzern UAC, zu dem Ilyushin gehört.

Die drei Männer hätten das Flugzeug absichtlich über den Militärflugplatz Kubinka westlich von Moskau hinweg gesteuert, heißt es in Russland. Dort hätte es nach einem Testflug eigentlich landen sollen. So hätten sie verhindert, dass es am Boden zu Opfern und Schäden komme. Das Gebiet südlich des Airports ist stark besiedelt.

Geringe Höhe und geringe Geschwindigkeit

Auch UAC betonte, dass es am Boden keine Schäden gegeben habe. Der einzige flugfähige Prototyp der Il-112 verunglückte wegen eines Feuers eines Motors. «In geringer Höhe und bei geringer Geschwindigkeit führte der Brand des rechten Triebwerks zum Strömungsabriss und zum Absturz», so der Konzern in einer Stellungnahme.

Die Maschine stürzte, nachdem sie zuerst geradeaus flog und dann nach rechts kippte, in ein Waldstück. Das Flugzeug habe lichterloh gebrannt, als die Rettungskräfte eingetroffen seien, so die Behörden.

Beschränkung bei Flugzeit und Reichweite?

Es gibt aber auch Kritik in Russland. Das via Telegram verbreitetete Investigativportal War Gonzo berichtet, Ilyushin habe von Problemen mit dem Triebwerk der Il-112 schon länger gewusst. Das Problem der Überhitzung sei schon von früheren Testflügen her bekannt gewesen. Der Militärtransporter, der später auch als Frachter auf den Markt kommen soll, wird von Klimov TV7-117 ST angetrieben.

«Die Maschine hatte auch eine Flugzeitbeschränkung, um den Motor nicht zu überlasten oder zu überhitzen», erklärte ein dem Management nahe stehende Person dem Portal. «Sowohl die Flugzeit als auch die Reichweite waren begrenzt», heißt es im Bericht. War Gonzo will die Information durch weitere Quellen verifiziert haben.

Mehr zum Thema

Bombardier Global 6000 von Swiss Private Jet: Landete plötzlich in Russland.

Schweizer Bombardier Global 6000 fliegt nach Umweg über Oman mit russischem Kennzeichen

ilyushin il 114 300

So sollen russische Flugzeuge künftig in Indien gebaut werden

russland iraero antonov an 26 02

Fluggäste in Russland sitzen auf einmal in Transporter statt in Passagierflugzeug

Tu-204: Immer mehr alte Flieger kehren in die Flotten russischer Airlines zurück.

Boeing 747, Antonov An-148, Ilyushin Il-96, Tupolev Tu-204: Russland holt immer mehr alte Jets zurück in die Flotten

Video

Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies