Condors Airbus A321 mit der Kennung D-ATCF: Die Maschine war früher für Germania unterwegs.

Fünf Jahre danachWo die ehemaligen Flugzeuge von Germania heute sind

Vor fünf Jahren stellte Germania ihren Flugbetrieb ein. Rund die Hälfte ihrer Flieger wurden verschrottet, die anderen fliegen bis heute. Eine Übersicht.

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Mit ihrem letzten Flug am 27. Oktober 2017 am Berliner Flughafen Tegel wurde Air Berlin feierlich zu Grabe getragen. Tausende Schaulustiger waren gekommen und für den Flieger gab es eine Wasserfontäne. Der Abschied von Germania nur knapp 15 Monate später war dagegen deutlich unspektakulärer.

Das Management der deutschen Fluggesellschaft stellte am 4. Februar 2019 beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen Insolvenzantrag. Am Folgetag hoben die 29 Maschinen der Fluggesellschaft nicht mehr ab. Germania starb einen leisen Tod. Zu diesem Zeitpunkt war die Airline schon nicht mehr im Besitz eines einzigen Flugzeugs - alle Maschinen waren geleast.

Insgesamt 14 Leasinggeber

Germania hat Verträge mit 14 unterschiedlichen Leasingunternehmen - die meisten konnten ihre Maschinen bei anderen Fluggesellschaften auf der Welt unterbringen, aber nicht alle. Was ist also aus den ehemaligen Flugzeugen geworden? Wie viele fliegen noch? Wie viele sind zerlegt worden. aeroTELEGRAPH hat sich fünf Jahre nach dem Aus der Fluggesellschaft mithilfe des Luftfahrtdatenanbieters CH Aviation und anderer Quellen angesehen, was aus den Jets geworden ist.

Mit der Einstellung des Flugbetriebs am 5. Februar 2019 umfasste die Flotte 27 Flugzeuge. Verteilt auf 16 Airbus A319, sieben Airbus A321 und vier Boeing 737-700. Zwischen September 2019 und Dezember 2020 sind insgesamt 13 davon verschrottet worden - fünf Airbus A319, vier Airbus A321 und vier Boeing 737-700.

Zwei A321 im Ringelsöckchen-Look

Neun Flugzeuge stehen immerhin noch im Einsatz, davon drei sogar sehr regelmäßig in Deutschland. Die beiden Airbus A321 mit den Kennungen D-ATCF und D-ATCG fliegen heute im Ringelsöckchen-Look für Condor. Sundair setzt auf einen Airbus A319 von ihrer Schwester FlyAir41 mit der Kennung 9A-BER. Dazu kommen noch die heutige 9A-MUC sowie die 9A-BWK. Beide Flugzeuge zog es nach dem Aus von Germania zu Getjet Airlines. 2021 wechselten die Maschinen dann ins AOC von FlyAir41 und fliegen heute für Sundair.

Zwei weitere Airbus A319 sind heute für Volotea im Einsatz. Die beiden Flugzeuge mit den Registrierungen EC-NDG und EC-NDH sind auch immer mal wieder in Deutschland. Die spanische Fluglinie bedient mit den beiden Ex-Germania-Flugzeugen heute den Airbus-Werksshuttle. Den Auftrag hatte auch schon Germania inne.

Ein A321 wurde zum Frachter

Einen Airbus A319 hat zur rumänischen Carpartair verschlagen, ein weiterer fliegt heute für Croatia Air. Der Airbus A321 mit der ehemaligen Registrierung D-ASTM ist heute als XU-723 für die kambodschanische Fluggesellschaft Sky Angkor unterwegs. Eine echte Transformation hat die ehemalige D-AGMA hinter sich. Der Airbus A321 wurde im Sommer 2023 zum Frachter umgebaut und fliegt heute für BBN Cargo Güter durch die Welt.

Das Schicksal von sechs Airbus A319 ist unklar. Nach dem Germania-Aus haben die Jets neue Abnehmer gefunden, sind aber teilweise seit mehr als einem Jahr nicht mehr geflogen, wie jeweils einer von United Airlines (N870UB) Royal Jordanian Airlines (JY-AYC) und Getjet Airlines (LY-RAM). Der von Chair (HB-JOH) wurde bei einem Unfall im Hangar schwer beschädigt und kann kaum fliegen.

Hoffnung bei zwei AIrbus A319

Für zwei weitere A319 gibt es noch Hoffnung, dass sie in die Luft zurückkehren werden. Bei einem Airbus A319 von Getjet Airlines (LY-COD) ist der Transponder seit Ende des vergangenen Jahres immer mal wieder an. Der Airbus A319 von Fly Lili ist seit Oktober nicht mehr geflogen.

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