Flughafen Lübeck: Bald keine Linienflüge mehr.

Wizz Air zieht sich zurückFlughafen Lübeck verliert alle Linienflüge

Wizz Air zieht sich ganz vom Flughafen Lübeck zurück. Damit verliert der Airport seine letzten Linienverbindungen. Die Suche nach einem Investor dürfte dadurch noch schwieriger werden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Nach dem 15. April geht in Lübeck nichts mehr. Dann enden die letzten Linienflüge, die ab dem norddeutschen Flughafen noch angeboten wurden. Die ungarische Billigairline Wizz Air, die über 99 Prozent der Kapazität am Airport auf sich versammelt hatte, zieht sich zurück. Dies bestätigt ein Sprecher gegenüber aeroTELEGRAPH. Drei der insgesamt sechs Ziele werden künftig ab Hamburg angeboten. Ab 17. April verbindet die Airline die Hansestadt vier Mal pro Woche mit Danzig, ab 18. April je zwei Mal wöchentlich mit Kiew und Skopje. Die anderen Ziele werden zunächst ohne Ersatz eingestellt.

Man sei mit dem Ausdruck größten Bedauerns von der Wizz Air darüber informiert worden, heißt es von der Kanzlei Prof. Dr. Pannen Rechtsanwälte, die als Insolvenzverwalter die Geschäfte des Flughafens leitet. Im vergangenen Dezember hatte die Betreibergesellschaft des Airports, die Puren GmbH, Insolvenzantrag gestellt. Es war die zweite Pleite des Flughafens in nur einem Jahr. Zuvor hatte ein chinesischer Investor aufgegeben – wegen des sich abflauenden Wirtschaftswachstums in der Volksrepublik.

Die Zeit wird knapp

Dem Lübeck Airport rinnt die Zeit davon. Bis Ende März reichen die Gelder des Flughafens noch aus, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Aufgeben will man den Flughafen aber dennoch noch nicht ganz. Unabhängig vom Aus der Wizz-Air-Flüge werde weiterhin mit aller Kraft daran gearbeitet, die begonnenen Gespräche und Verhandlungen mit jetzt noch zwei potenziellen Käufern und zukünftigen Betreibern des Lübeck Airport zum Abschluss zu bringen, teilt die Kanzlei mit. «Der Flugbetrieb soll hierdurch dauerhaft gesichert werden.» Nächstes Jahr könnte der Flughafen Lübeck sein 100-jahr-Jubiläum feiern.

Ob das dem Flughafen, der noch 50 verbliebene Mitarbeitende beschäftigt, wirklich gelingt, ist fraglich: Ein Flughafen ohne Linienverbindungen ist kein sonderlich attraktives Kaufobjekt. Es ist derzeit allgemein nicht leicht, in Deutschland einen Regionalflughafen zu betreiben. «Billiganbieter konzentrieren sich immer mehr auf größere Flughäfen», erklärt ein Sprecher von Wizz Air. Daher auch der Schritt nach Hamburg. Selbst Ryanair, bisher bekannt dafür, sich vor allem an Provinzairports wohlfühlen, setzt in ihrer neuen Strategie auf deutsche Metropolen.

Mehr zum Thema

ticker-deutschland

Deutsche Regierung ebnet Weg für digitale Fluggastabfertigung

ticker-deutschland

Deutsche Flughäfen: Große Drehkreuze erholen sich diesen Sommer schneller als Regionalstandorte

ticker-deutschland

So entwickelt sich der Luftverkehr in Deutschland in den nächsten sechs Monaten

ticker-deutschland

Deutschland beschließt Gesetzesänderung zur besseren Abwehr von Drohnen an Flughäfen

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil