Lufthansa-Flieger: Sollen für Liquidität sorgen.

Lufthansa-Chef über drohende Kündigungen«Wir haben einfach keine Zeit mehr»

Lufthansa plant in Deutschland betriebsbedingte Kündigungen. Airline-Chef Carsten Spohr kritisiert in diesem Zuge zwei Gewerkschaften.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

In den vergangenen Monaten kündigte Lufthansa zwar stets an, Tausende Stellen abzubauen. Allerdings erklärte die Fluggesellschaft auch, man wolle nach Möglichkeit ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen. Am Donnerstag (6. August) erklärte das Unternehmen, dass «dieses Ziel auch für Deutschland nicht mehr realistisch» sei.

Das teilte Lufthansa auch den Mitarbeitenden in einem Brief mit. Als Gründe nennt der Luftfahrtkonzern zum einen die aktuelle Marktentwicklung - das Unternehmen geht mittlerweile nicht mehr von einer Erholung bis 2023 sondern erst bis frühestens 2024 aus. Zum anderen zeigt sich Lufthansa frustriert über die Verhandlungen mit den Gewerkschaften Vereinigung Cockpit für die Piloten und Verdi für das Bodenpersonal.

«Wir haben einfach keine Zeit mehr»

Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte, lediglich mit der Kabinengewerkschaft Ufo habe man eine Einigung gefunden. Mit den anderen Tarifpartnern sei man acht Wochen hinter der gesetzten Frist. «Wir haben einfach keine Zeit mehr», so Spohr. Sogar die Verhandlungen mit den Regierungen mehrerer Länder habe man schneller abgeschlossen.

Der Lufthansa-Chef erklärte, alleine bei der Airline Lufthansa selber gebe es einen Überhang von etwa 800 Piloten. Aber natürlich wolle man die nicht alle entlassen. Daher brauche es Einigungen. Allerdings habe sich die Vereinigung Cockpit von einer bereits gefunden Einigung wieder zurückgezogen, kritisierte Spohr.

Verdi wirft Lufthansa Blockade vor

Die Gewerkschaft Verdi verweist auf eine Fortsetzung der Verhandlungen am Freitag (7. August) und schoss gegen Lufthansa zurück: «Die Blockadehaltung des Unternehmens zieht die Verhandlungen in die Länge und schafft große Unsicherheit und Zukunftsängste», sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. «Es ist nicht akzeptabel, dass die Beschäftigten am Boden höhere Beiträge als die Kabinenbeschäftigten leisten.»

Insgesamt will die Lufthansa-Gruppe die Konzernflotte um 100 Flugzeuge verkleinern und 22.000 Vollzeitstellen abbauen. Die Zahl der Mitarbeitenden der Gruppe ist zum 30. Juni 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt schon um knapp 8300 auf aktuell 129.400 gesunken. Die meisten dieser abgebauten Stellen befanden sich im Ausland.

Mehr zum Thema

Lufthansa macht Milliardenverlust und plant Kündigungen

Lufthansa macht Milliardenverlust und plant Kündigungen

Airbus A340 von Swiss: Lufthansa muss helfen.

Lufthansa hilft Swiss mit Notkredit aus

ICE: Lufthansa setzt vermehrt auf Zug statt Flug.

Lufthansa stoppt Flüge von Leipzig nach Frankfurt

Boeing 737 Max 8 am Flughafen Neapel: Während der Schließung weicht die Airline nach Salerno aus.

Ein Monat ohne Flüge: So reagieren die Airlines auf die Sperrung von Neapel

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack