Maho Beach und der Flughafen von St. Maarten: Enge Verhältnisse.

Unfall am Maho BeachWie viel Schuld trägt Flughafen St. Maarten?

Nach dem Tod einer Touristin am Princess Juliana Airport auf St. Maarten geht die Diskussion wieder los: Macht der Flughafen genug, um Schaulustige zu schützen?

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Nun ist es passiert. Eine 57-jährige Neuseeländerin ist am Princess Juliana Airport auf St. Maarten von der Kraft des Triebwerkstrahls eines Flugzeuges umgeworfen worden. Dabei verletzte sie sich schwer am Kopf. Sie verstarb später im Krankenhaus. Ähnliche Unfälle hat es am Flughafen schon einige gegeben, so schlimm wie dieses Mal ging es aber nie aus.

Kein Wunder, dass nun wieder Diskussionen losgehen, ob die Situation am Flughafen tragbar ist. Als Teil ihres Urlaubs auf der niederländischen Karibikinsel klammern sich viele Touristen an den Zaun hinter Piste 10/28, um den gewaltigen Rückstoß startender Jets zu spüren. Gleich hinter der Start- und Landebahn verläuft die Beacon Hill Road. Sie ist mit kleinen Betonelementen richtungsgetrennt, zudem wird sie durch ein Mäuerchen vom weltberühmten Maho Beach getrennt.

Gefährliche Betonelemente

Ein Anwalt aus St. Maarten fordert nun, dass die Betonelemente entfernt werden. «Diese Blöcke tragen maßgeblich zur Gefahr bei», so Richie Kock in der Zeitung Daily Herald. Auch die Neuseeländerin starb, nachdem sie mit dem Kopf gegen den Beton geknallt ist.

Die lokalen Behörden argumentieren, sie täten alles, um Touristen vor den Gefahren zu warnen. So wurden große Schilder aufgestellt, die vor den Risiken des Triebwerkstrahls zu warnen. Zudem patrouilliere die Polizei regelmäßig auf der Beacon Hill Road, um Touristen auf die Gefahren hinzuweisen.

Schweizerin klagte erfolgreich

Es fragt sich jedoch, ob das genug ist. Im Jahr 2000 hat eine Schweizerin den Princess Juliana Airport verklagt, nachdem sie sich beim Start eines Flugzeuges verletzt hatte. Ihr Anwalt betonte, die Hinweisschilder seien zuwenig klar gewesen. Damals stand auf ihnen: «Warnung! Der Strahl tief fliegender und startender Flugzeuge kann Verletzungen hervorrufen».

Die Frau bekam vor dem Hohen Rat der Niederlande Recht. Das höchste Gericht des Landes beschied, dass Warnschilder alleine nicht ausreichen. Sie müssten auch wirklich eine Handlung auslösen beziehungsweise eine solche verhindern. Seither wurden die Schilder verschärft. Dennoch stellen sich weiterhin jeden Tag Dutzende Touristen an die gefährliche Stelle.

Schilder ausreichend?

Genau das deute darauf hin, dass auch die jetzigen Schilder nicht genug seien, argumentiert Anwalt Kock. Sie warnen in großen Lettern vor «Gefahr» und weisen auf ein Todesrisiko hin. Es brauche aber mehr, damit sich ein tragischer Fall wie der von vergangener Woche nicht mehr wiederhole, so Kock.

Mehr zum Thema

Flughafen Lelystad: Bald für Ferienflüge geöffnet?

Niederlande öffnen Flughafen Lelystad für Ferienflüge – ab 2027

ticker-niederlande

Niederlande erhöhen Flugticketsteuer für Langstrecken ab 2027 deutlich

KLM-Jet und Solarmodule (Symbolbild): Probleme am Airport Schiphol.

Solarpark blendet Cockpitcrews - Flughafen Amsterdam schließt Piste

Boeing 787 von El Al: Holte Landsleute gratis in den Niederlanden ab.

El Al evakuiert Israelis mit Boeing 777 und 787 aus den Niederlanden

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg