Anstehen, drängeln, warten: Boarding kostet Zeit und Nerven.

Der Trick mit dem Handgepäck

Seit Jahren versuchen Fluglinien das Boarding zu beschleunigen - bislang vergeblich. Ein Wissenschaftler will nun eine Lösung gefunden haben.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Manche Airlines lassen zunächst die Passagiere der hinteren Reihen einsteigen, andere bevorzugen diejenigen, die am Fenster sitzen. Doch egal wie ausgeklügelt die Pläne der Fluggesellschaften sind, das Boarding wird dadurch bislang kaum schneller. Hunderte von Menschen zerbrachen sich schon die Köpfe darüber, wie es am besten ginge. Das Ei des Kolumbus fand keiner von ihnen.

Das Hauptproblem ist das Verstauen des Gepäcks, stellte nun eine Untersuchung der Clarkson University School of Business in New York fest. Eine Lösung hat das Team um Assistenzprofessor R. John Milne gleich parat. Auch sie lassen die Passagiere von hinten nach vorne, von Fenster zum Gang boarden. Zusätzlich sollten sie aber auch nach Handgepäck auf die Reihen verteilt werden. In jeder Reihe müsste demnach jeweils ein Passagier mit zwei, einem oder gar keinem Gepäckstück sitzen.

Zehn Millionen Dollar einsparen

«So hätte man keine Verzögerungen, weil alle Passagiere versuchen, ihr Gepäck in die Fächer zu stopfen», erklärt Wissenschaftler Milne sein Konzept. Dadurch ließe sich drei Prozent Zeit sparen als durch ein einfaches Einsteigen von hinten nach vorne. Für große Fluggesellschaften, wie etwa Delta Air Lines, könnte das eine Ersparnis von etwa zehn Millionen Dollar im Jahr bringen, rechnet Milne vor.

Bislang wurde der neuartige Boarding-Ablauf aber nur in Computersimulationen getestet. Und auch einen Schönheitsfehler hat sie. Denn immer mehr Fluglinien lassen Passagiere im Voraus Plätze reservieren. Da weiß man noch nicht, wie viel Handgepäck sie jeweils am Reisetag wirklich mit dabei haben.

Mehr zum Thema

Boarding: Oft eine stressige Angelegenheit.

Dank Bloßstellen zu effizienterem Boarding

Jet von Delta: Einsteigen wieder nach Nummern.

Delta macht beim Einsteigen eine Rolle rückwärts

Lufthansa-Gate: Seit 1. Mai werden Boarding-Gruppen 1 und 2 getrennt aufgerufen.

Business-Class-Gäste müssen beim Einsteigen länger warten

Courtney Milner am Gate: Arbeiten soll Spaß machen.

Wenn das Boarding zur Party wird

Video

2005: Boeing 737-800 (VH-XZJ) «Mendoowoorrji»
Rund 13 Jahre lang flog die Boeing 737 namens Mendoowoorrji mit einem Aborigine-Kunstwerk auf dem Rumpf um die Welt. Nun wird das Flugzeug von Qantas umlackiert, ganz verschwindet die Geschichte aber nicht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil