Anstehen, drängeln, warten: Boarding kostet Zeit und Nerven.

Der Trick mit dem Handgepäck

Seit Jahren versuchen Fluglinien das Boarding zu beschleunigen - bislang vergeblich. Ein Wissenschaftler will nun eine Lösung gefunden haben.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Manche Airlines lassen zunächst die Passagiere der hinteren Reihen einsteigen, andere bevorzugen diejenigen, die am Fenster sitzen. Doch egal wie ausgeklügelt die Pläne der Fluggesellschaften sind, das Boarding wird dadurch bislang kaum schneller. Hunderte von Menschen zerbrachen sich schon die Köpfe darüber, wie es am besten ginge. Das Ei des Kolumbus fand keiner von ihnen.

Das Hauptproblem ist das Verstauen des Gepäcks, stellte nun eine Untersuchung der Clarkson University School of Business in New York fest. Eine Lösung hat das Team um Assistenzprofessor R. John Milne gleich parat. Auch sie lassen die Passagiere von hinten nach vorne, von Fenster zum Gang boarden. Zusätzlich sollten sie aber auch nach Handgepäck auf die Reihen verteilt werden. In jeder Reihe müsste demnach jeweils ein Passagier mit zwei, einem oder gar keinem Gepäckstück sitzen.

Zehn Millionen Dollar einsparen

«So hätte man keine Verzögerungen, weil alle Passagiere versuchen, ihr Gepäck in die Fächer zu stopfen», erklärt Wissenschaftler Milne sein Konzept. Dadurch ließe sich drei Prozent Zeit sparen als durch ein einfaches Einsteigen von hinten nach vorne. Für große Fluggesellschaften, wie etwa Delta Air Lines, könnte das eine Ersparnis von etwa zehn Millionen Dollar im Jahr bringen, rechnet Milne vor.

Bislang wurde der neuartige Boarding-Ablauf aber nur in Computersimulationen getestet. Und auch einen Schönheitsfehler hat sie. Denn immer mehr Fluglinien lassen Passagiere im Voraus Plätze reservieren. Da weiß man noch nicht, wie viel Handgepäck sie jeweils am Reisetag wirklich mit dabei haben.

Mehr zum Thema

Boarding: Oft eine stressige Angelegenheit.

Dank Bloßstellen zu effizienterem Boarding

Jet von Delta: Einsteigen wieder nach Nummern.

Delta macht beim Einsteigen eine Rolle rückwärts

Lufthansa-Gate: Seit 1. Mai werden Boarding-Gruppen 1 und 2 getrennt aufgerufen.

Business-Class-Gäste müssen beim Einsteigen länger warten

Courtney Milner am Gate: Arbeiten soll Spaß machen.

Wenn das Boarding zur Party wird

Video

Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies