Piloten sind besonders stark von Schlafproblemen betroffen.

Risikofaktor Schlafmangel

Unregelmäßige Arbeitszeiten stören den Schlafrhythmus. Das ist vor allem bei Piloten ein Problem, wie eine neue Studie zeigt.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Reizbarkeit, Unkonzentriertheit, Schlappheit - zu wenig Schlaf schadet auf Dauer. Doch in Berufen, in denen man besonders viel Verantwortung für andere Menschen übernimmt, kann das Manko gravierende Folgen haben. Für eine neue neue Studie befragten Fachleute der amerikanischen National Sleep Foundation deshalb 1087 Menschen, darunter mit Absicht besonders viele aus dem Transportwesen. Auch 202 Piloten wurden für die Untersuchung «Sleep in America» nach ihren Erfahrungen gefragt. Das beunruhigende Resultat: Rund ein Viertel von ihnen gab an, dass Schlafmangel bei ihnen schon einmal einen schweren Fehler, einen Beinahe-Zusammenstoß oder gar einen Unfall zur Folge hatte.

Das Schlafproblem schränkt Piloten in ihrem Beruf deutlich stärker ein als die Vertreter anderer Berufsgruppen. Bei Menschen, die in Berufen außerhalb der Transportbranche arbeiten, beantwortete nur einer von sechs Befragten die Frage nach störenden Folgen mit ja - also rund ein Drittel weniger. Schuld an den vermehrten Problemen bei den Piloten sind, so glauben die Befragten selbst, die unregelmäßigen Arbeitszeiten. Auch die verschiedenen Zeitzonen, in welchen Piloten sich bewegen, wirkten sich negativ auf den Schlaf aus. Die Hälfte der befragten Flugkapitäne war denn auch unzufrieden mit dem Schlafrhythmus. An Arbeitstagen oder eher -nächten fänden sie kaum je einen ordentlichen Schlaf, gaben sie an.

Keine Panik verbreiten

Die Studie solle keine Panik bei Passagieren verursachen, so National-Sleep-Foundation-Geschäftsführer David Cloud. «Die Fehlerquoten in diesen Berufen sind sehr gering.» Piloten würden sehr viel Wert darauf legen, ihren Schlaf gut im Griff zu haben. Gleichzeitig sollten die Ergebnisse aber Arbeitgeber und Gewerkschaften darauf aufmerksam machen, wie wichtig der Faktor Schlaf für die Leistung der Arbeitnehmer ist. «Arbeitgeber müssen sich mehr Mühe geben, die Arbeitszeiten so anzupassen, dass ein regelmäßiger und tiefer Schlaf in der Nacht gewährleistet ist», kommentiert Schlafforscher Patrick Sherry von der Universität Denver.

Mehr zum Thema

Thomas Forster: «Das Hauptargument für City Airlines ist die Perspektive».

«Wir werden von Anfang an erfahrene Pilotinnen und Piloten auf dem Airbus A220 haben»

Cockpitpersonal bei der Arbeit: Wo verdient man in Europa am meisten?

So viel verdienen Pilotinnen und Piloten in Europa

ticker-usa

Druck auf Donald Trump steigt, das Rentenalter für Pilotinnen und Piloten auf 67 Jahre zu erhöhen

Cockpit in der Nacht: Wie sind Pilotinnen und Piloten angestellt?

Ein Urteil mit Folgen: Scheinselbstständigkeit bringt Luftfahrt in Bedrängnis

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies