Piloten sind besonders stark von Schlafproblemen betroffen.

Risikofaktor Schlafmangel

Unregelmäßige Arbeitszeiten stören den Schlafrhythmus. Das ist vor allem bei Piloten ein Problem, wie eine neue Studie zeigt.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Reizbarkeit, Unkonzentriertheit, Schlappheit - zu wenig Schlaf schadet auf Dauer. Doch in Berufen, in denen man besonders viel Verantwortung für andere Menschen übernimmt, kann das Manko gravierende Folgen haben. Für eine neue neue Studie befragten Fachleute der amerikanischen National Sleep Foundation deshalb 1087 Menschen, darunter mit Absicht besonders viele aus dem Transportwesen. Auch 202 Piloten wurden für die Untersuchung «Sleep in America» nach ihren Erfahrungen gefragt. Das beunruhigende Resultat: Rund ein Viertel von ihnen gab an, dass Schlafmangel bei ihnen schon einmal einen schweren Fehler, einen Beinahe-Zusammenstoß oder gar einen Unfall zur Folge hatte.

Das Schlafproblem schränkt Piloten in ihrem Beruf deutlich stärker ein als die Vertreter anderer Berufsgruppen. Bei Menschen, die in Berufen außerhalb der Transportbranche arbeiten, beantwortete nur einer von sechs Befragten die Frage nach störenden Folgen mit ja - also rund ein Drittel weniger. Schuld an den vermehrten Problemen bei den Piloten sind, so glauben die Befragten selbst, die unregelmäßigen Arbeitszeiten. Auch die verschiedenen Zeitzonen, in welchen Piloten sich bewegen, wirkten sich negativ auf den Schlaf aus. Die Hälfte der befragten Flugkapitäne war denn auch unzufrieden mit dem Schlafrhythmus. An Arbeitstagen oder eher -nächten fänden sie kaum je einen ordentlichen Schlaf, gaben sie an.

Keine Panik verbreiten

Die Studie solle keine Panik bei Passagieren verursachen, so National-Sleep-Foundation-Geschäftsführer David Cloud. «Die Fehlerquoten in diesen Berufen sind sehr gering.» Piloten würden sehr viel Wert darauf legen, ihren Schlaf gut im Griff zu haben. Gleichzeitig sollten die Ergebnisse aber Arbeitgeber und Gewerkschaften darauf aufmerksam machen, wie wichtig der Faktor Schlaf für die Leistung der Arbeitnehmer ist. «Arbeitgeber müssen sich mehr Mühe geben, die Arbeitszeiten so anzupassen, dass ein regelmäßiger und tiefer Schlaf in der Nacht gewährleistet ist», kommentiert Schlafforscher Patrick Sherry von der Universität Denver.

Mehr zum Thema

Zwei Piloten im Cockpit: Powernaps sind in Europa unter Auflagen erlaubt. In den USA nicht.

Pilotinnen und Piloten dürfen in Europa bis zu 30 Minuten schlafen – woher kommt die Zahl?

Thomas Forster: «Das Hauptargument für City Airlines ist die Perspektive».

«Wir werden von Anfang an erfahrene Pilotinnen und Piloten auf dem Airbus A220 haben»

Cockpitpersonal bei der Arbeit: Wo verdient man in Europa am meisten?

So viel verdienen Pilotinnen und Piloten in Europa

ticker-usa

Druck auf Donald Trump steigt, das Rentenalter für Pilotinnen und Piloten auf 67 Jahre zu erhöhen

Video

Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier