Vicente Del Bosque vor dem Airbus A330: Der spanische Trainer gab dem Flugzeug seinen Namen.

TraditionFlugzeuge und ihre Taufnamen

Schriftsteller, Ortschaften, Fabelwesen: Fluggesellschaften und die Tradition der Taufnamen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Bei Lufthansa heißen sie Wittenberg/Lutherstadt, Idar-Oberstein oder Frankenthal (Pfalz). Die Swiss hat Namen wie Le Grand-Saconnex, Schrattenflue oder Delémont gewählt. Austrian nennt ihre Flugzeuge Pyhrn-Eisenwurzen, Wörthersee oder auch Dnepropetrovsk. Als Taufnamen der Flieger wählen alle drei Fluggesellschaften fast ausnahmslos geographische Bezeichnungen. Große Persönlichkeiten haben keine Chance, je auf einem Flugzeug verewigt zu werden.

Auch WM-Siegertrainer Jogi Löw wird also ohne fliegendes Denkmal bleiben. Ganz im Gegensatz zu seinem Gegenspieler Vicente Del Bosque. Air Europa benannte dieser Tage einen Airbus A330-200 nach dem Trainer der spanischen Nationalmannschaft - auch wenn er bei der letzten Fußball-Weltmeisterschaft mit seinen Spielern eher kläglich agierte. «Ich bin stolz darauf, meinen Namen da oben stehen zu sehen», so Del Bosque bei der feierlichen Enthüllung des neuen Taufnamens. Zuvor benannte die spanische Airline Flieger nach dem Sänger Melendi und dem Musikduo Los del Río.

Große Wikingerpersönlichkeiten oder Heilige

Air Europa ist keine Ausnahme. Bei der Wahl der Taufnamen herrschen bei den Fluggesellschaften völlig unterschiedliche Traditionen. Geographische Bezeichnungen sind nur eine Option. Aer Lingus setzt beispielsweise auf irische Heilige (Beispiel: St Declan oder St Mobhi) TAP auf portugiesische Schriftsteller (Beispiele: José Samarago oder Miguel Torga) oder SAS auf große Wikingerpersönlichkeiten (Tyra Haraldsdatter oder Øystein Magnusson). Amerikanische Fluggesellschaften taufen ihre Flieger dagegen kaum je.

Namenlos sind Flugzeuge ebenfalls oft in Asien. Thai Airways ist dort eine Ausnahme und setzt auf geographische Bezeichnungen (Beispiele: Lam Plai Mat oder Si Ayutthaya). Virgin Atlantic wiederum gibt ihren Flugzeugen Phantasienamen (Beispiele: Miss Behavin oder Lady Stardust). Die Swiss-Tochter Edelweiss Air lässt ihre Facebook-Fans oder auch mal ihre Mitarbeiter Namen für neue Flieger vorschlagen und sie dann auch darüber abstimmen. Die Jets heißen dann etwa Kiburi oder Shayan.

Es gibt ja aber noch mehr als nur einen Taufnamen

Das zeigt: Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein - auch was die Namenswahl der Flugzeuge anbetrifft. Und auch wenn Jogi Löw an der Tradition scheitert – er hat Del Bosque dennoch etwas voraus. Er hat ja immerhin noch seinen Siegerflieger.

Mehr zum Thema

lufthansa schnee muenchen

Ohne Busse saßen 600 Menschen in Flugzeugen fest - Airport München spricht von Defiziten bei Kommunikation

Airbus A320 Neo von Lufthansa: Stand achst Stunden am Boden.

Passagiere müssen acht Stunden in Flugzeugen von Lufthansa sitzen - weil Busse fehlen

 Flieger von Lufthansa: Die Airline will deeskalieren.

Lufthansa will den gordischen Knoten mit den Gewerkschaften lösen - mit externer Hilfe

Airbus A320 Neo von Lufthansa: Bald mit neuen Tarifen?

Lufthansa denkt über Ultra-Billigtarif nach

Video

Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin