Abaya mit Hijab: Mit einer ähnlichen Bekleidung verlassen Lufthansas Flugbegleiterinnen das Flugzeug in Teheran.

BekleidungWie es Lufthansa und Co. im Iran halten

Die Kleidervorschriften für Iran-Flüge gefallen nicht allen Mitarbeiterinnen von Air France. Wie regeln das Lufthansa, Austrian Airlines und Germania?

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Air France lenkt ein. Pilotinnen und Flugbegleiterinnen, die keine Lust auf die spezifischen Bekleidungsvorschriften für den Iran haben, werden auf andere Flüge umgeplant. Das beschloss die Fluggesellschaft am Montag (4. April) als Ausnahmeregelung. Zuvor hatten Gewerkschaften die Regeln zur Kleidung beim Verlassen des Flugzeuges in Teheran kritisiert, die neu eingeführt worden waren. Man könne niemanden zwingen, sich so zu kleiden, und deshalb müsse es ein Recht auf Ablehnung eines Einsatzes geben. Diese Forderung wurde nun vom Management gewährt.

Wie halten es andere Fluggesellschaften, die den Iran ansteuern? Die deutsche Germania fliegt ab Berlin nach Teheran. Sebstverständlich halte man überall die lokalen Bräuche ein, erklärt eine Sprecherin. Man mache deshalb zuvor die Besatzungsmitglieder mit den Verhaltensregeln vor Ort vertraut. «Weibliche Crewmitglieder tragen in Teheran deshalb immer ein Kopftuch, welches die Haare zumindest am Hinterkopf vollkommen verdeckt. Für den Weg vom Flugzeug ins Hotel wird der Besatzung dieses Kopftuch zur Verfügung gestellt», so die Sprecherin.  Röcke sind zudem auf Teheran-Flügen tabu.

Lufthansa setzt auf Abayas

Bei Austrian Airlines bekommen die Frauen in der Crew vor dem Verlassen des Flugzeuges in Teheran ebenfalls ein Kopftuch, ein klassisches Roosari, das unter dem Kinn verknotet wird. Zudem ist es Vorschrift, dass sie den roten Uniformmantel tragen. Der reicht bis über die Knie, die Haut der Beine ist von den roten Srümpfen bedeckt. AUA fliegt von Wien nach Teheran.

Lufthansa hat den Prozess vereinfacht. Grundsätzlich gibt es keine Vorschriften. Der Stationmanager in Teheran bringt jedoch nach Ankunft so genannte Abayas und Hijabs an Bord. die den Körper und die Haare abdecken, aber das Gesicht frei lassen. So brauchen die Flugbegleiterinnen sich nicht speziell für den Flug anzuziehen.

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