Internet wird für die Passagiere immer mehr zur Selbstverständlichkeit.

Wie das Internet ins Flugzeug kommt

Immer mehr Airlines bieten W-Lan über den Wolken an. Doch nicht jede Technologie funktioniert überall.

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Was am Boden immer und jederzeit verfügbar ist, ist in zehn Kilometern Höhe noch eine technische Herausforderung. W-Lan im Flieger wird zwar zunehmend populärer, doch je nach Technologie funktioniert es nicht einwandfrei. Doch Internet wird den Flugpassagieren zunehmend wichtiger. So ergab etwa eine Umfrage von Virgin America, dass das Angebot von W-Lan die Wahl der Airline bei der Mehrheit der Passagiere beeinflusst hat. Für Niels Steenstrup, Sprecher von Aircell, dem größten In-Flight-Wifi-Anbieter, ist das ganz natürlich. «Passagiere wollen auf der Reise das, was sie auch von jedem Starbucks-Besuch gewöhnt sind», so Steenstrup.

Airlines und Internetanbieter arbeiten daher immer intensiver an neuen Technologien, die das auch möglich machen. Die meisten der Fluggesellschaften mit In-Flight Internet in den USA, wie zum Beispiel Delta Airlines, American Airlines oder US Airways benutzen Systeme der Firma Gogo aus Illinois. Laut Marketwatch wurde erst kürzlich das 1500ste Flugzeug mit diesem System ausgestattet. Gogo übermittelt die Daten an die Flugzeuge über Sendemasten am Boden. Mittlerweile wird so der ganze Kontinent abgedeckt. Das funktioniert aber nur, solange sich das Flugzeug über dem Festland befindet. Auf Übersee-Flügen bleiben die Passagiere also Offline.

Satelliten auf dem Vormarsch

Aus diesem Grund befindet sich nun eine andere Technologie auf dem Vormarsch: Der Empfang über Satelliten. Die Einrichtung solcher Systeme wäre zwar deutlich teurer, ist aber momentan die einzige Möglichkeit, auch bei längeren Flügen ins Ausland Internet zu bieten. Deswegen wollen Fluggesellschaften in den USA nun vermehrt darauf setzen. Und nehmen sich dabei ein Beispiel an der Lufthansa. Die deutsche Airline bietet das Internet auf ihren Langstreckenflügen seit Oktober 2010 an. Sie verwendet dabei das eXCon-nect-System von Panasonic. Die Flugzeuge werden dabei per Satellit mit den Sendemasten der Internetanbieter verbunden.

Christian Körfgen, Leiter des Ressorts Produktmanagement & Innovationen bei Lufthansa, erklärt auf der Website des Konzerns, dass Passagiere ein ausgeprägtes Interesse an Nachrichten und der Social-Media-Nutzung an Bord hätten. Die Erreichbarkeit per Email habe vor allem für für Geschäftsreisende einen hohen Stellenwert. Als Erste will die amerikanische Fluggesellschaft Southwest nun auch Satelliten für die Dienste nutzen. Die Airline hat erst kürzlich die kalifornische Firma Row 44 dafür engagiert, wie das Newsmagazin LoHud berichtet. Die Flugzeuge von Southwest besitzen auf ihrem Rumpf eine Antenne von Row 44, mit welcher sie mit einem Satelliten verbunden werden können. Auf ihrer Website schreibt Southwest, dass Internetzugang in ihren Flugzeugen zum Einführungspreis von 5 US Dollar zu haben ist. 24 Stunden vor dem Flug können Passagiere auf der Seite erfahren, ob ihr Flugzeug WiFi an Bord hat.



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