Flieger zieht Kondensstreifen: Organisation untersucht Klimafreundlichkeit von Airlines.

Schnee durch den LuftverkehrWenn Flugzeuge Frau Holle spielen

Flugzeuge verursachen nicht nur Kondensstreifen. Sie können auch lokalen Einfluss auf Niederschläge haben.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

In vielen Regionen Europas hat es vergangene Woche geschneit. Dass das im März und April passiert, ist nicht ungewöhnlich. Wer in der Nähe eines Flughafens wohnt, hat bei kaltem Wetter aber noch höhere Chancen auf Schneefall als andere Regionen.

Nicht die Abgase der Flugzeuge sorgen für den Schneefall, sondern eine einfache physikalische Reaktion. Dazu braucht es eine Kombination von kalter Luft, tiefen Wolken und Fliegern. Ausgelöst wird die Reaktion durch Verwirbelungen der Flügel und Propeller.

Wolkenlöcher durch Flugzeuge

Wenn ein Flugzeug startet und dort durch tiefe Wolken fliegt, bahnt es sich einen Korridor durch die Wolkendecke, der je nach Wetterlage für mehrere Stunden sichtbar sein kann. Oft erstreckt er sich über mehrere Kilometer. Die Flügel und Propeller des Flugzeugs sorgen dort für einen Unterdruck, der die Luft stark abkühlen lässt.

Durch die Kälte gefriert das kondensierte Wasser in der Wolke. Es bildet Eiskristalle. An diesen setzt sich dann mehr und mehr Wasser fest, das gefriert. Die Folge: Die schweren Eiskristalle sinken Richtung Boden.

Mehr Schnee in Polarregionen

Sind sie kalt genug, landen die Eiskristalle als Schnee auf der Erde. Sollten sie auf ihrem Weg nach unten wieder auftauen, können die Eiskristalle auch für Regen sorgen. Besonders oft kommt Flugzeugschnee daher vor, wenn die Wolken sehr tief hängen.  Das ist vor allem in Polarregionen der Fall, weshalb es dort mehr Schneefall rund um die Flughäfen gibt.

Die sogenannten Locherwolken sehen sehr beeindruckend aus. Immer wieder werden sie für Ufos gehalten.

Mehr Enteisungen am Flughafen

Auch wenn der Schnee schön anzuschauen ist, bringt er dennoch Nachteile mit sich, zumindest für die Flughäfen. Umso öfter es schneit, desto öfter müssen die Flugzeuge enteist und die Landebahn muss freigeschaufelt werden. Mit der weißen Landschaft bleibt aber trotzdem ein netter Nebeneffekt - zumindest für Planespotter.

Mehr zum Thema

Forschungsflieger Falcon (links) und Halo: Forschungsflüge über Europa und Nordamerika.

Leerer Himmel ist einmalige Chance für Forscher

Kondensstreifen über Frankfurt am Main: Die künstlichen Wolken sollen schädlicher als gedacht sein.

Die unterschätzte Klimawirkung der Kondensstreifen

Flieger von Iberia: Bei Start und Landung während des Schneechaos' in Madrid wurden mehrere Flugzeuge beschädigt.

Sechs Flieger im Schneechaos von Madrid beschädigt

Condor-Jet am Gate: Fluggastbrücken lassen sich gut zeichnen.

Am Flughafen einfach mal was zeichnen - so geht's

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies