Trümmer an der Unglücksstelle: 71 Menschen verloren das Leben.

Yeti AirlinesTriebwerke produzierten vor ATR-Absturz keinen Schub mehr

71 Menschen kamen ums Leben, als eine ATR 72 von Yeti Airlines abstürzte. Nun zeigt der vorläufiger Bericht, dass die Triebwerke keinen Schub mehr produzierten. Ein verhängnisvoller Fehler ist denkbar.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Zum Absturz der ATR 72 von Yeti Airlines in Nepal mit 71 Todesopfern am 15. Januar in Nepal liegt ein vorläufiger Untersuchungsbericht vor. Enthalten sind wichtige Daten sowie Aussagen aus dem Cockpit, welche der Stimmenrekorder der Maschine aufzeichnete.

Dem Bericht zufolge schaltete die steuernde Kopilotin A. K. 721 Fuß oder rund 220 Meter über dem Boden den Autopiloten ab. Kurz darauf sagte sie «Flaps 30». Ihr erfahrener Kollege und Instruktor K. K. neben ihr bestätigte: «Flaps 30 und sinkend.»

Triebwerke ohne Schub

Doch der Flugdatenschreiber zeichnete zu diesem Zeitpunkt keine Bewegung der Klappen auf. Dafür gingen die Propeller in Segelstellung (Englisch: feather position). Die Triebwerke produzierten keinen Schub mehr. Erst dann gingen die Klappen in 30-Grad-Position.

Die Kopilotin bemerkt das Problem mit den Triebwerken und wies insgesamt drei Mal darauf hin. Die Cockpitcrew bestätigte die Schubhebel, K. K. übernahm das Steuer der ATR 72. Zwei Mal warnte ein Stick Shaker, ein Vibrieren der Steuerknüppel, vor einem drohenden Strömungsabriss. Kurz danach brach die Aufzeichnung ab.

Verhängnisvoller Fehler?

Ein verhängnisvoller Fehler ist denkbar. Veränderte die Cockpitcrew die Propellerstellung und deaktivierte so den Schub, anstatt die Klappen zu betätigen? Falls ja, hatte sie in dieser geringen Höhe nicht mehr genug Zeit, dies zu korrigieren.

Update: Zuerst haben wir von Hinweisen auf Triebwerksversagen geschrieben, diesen Artikel dann aber geupdatet, korrigiert und ausgebaut. Auch wenn es noch keine endgültig gesicherten Erkenntnisse gibt, bitten wir, eine mögliche Fehlinterpretation unsererseits zu entschuldigen.

Mehr zum Thema

Expertin des BEA: Auch Frankreich hilft bei der Aufklärung des Crashs von Pohara.

Propeller der ATR 72 von Yeti Airlines befanden sich in Segelstellung

Absturzstelle der ATR 72: Keine Überlebenden.

Die tragische Geschichte der Kopilotin der ATR 72 von Yeti Airlines

Unglücksstelle in Pokhara: Das Flugzeug stürzte in ein Flussbett.

Dutzende Tote bei Absturz einer ATR 72 von Yeti Airlines in Nepal

ticker-nepal

Nepal verbietet Airlines Preiserhöhungen nach verheerenden Überschwemmungen

Video

Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies