Expertin des BEA: Auch Frankreich hilft bei der Aufklärung des Crashs von Pohara.

Absturz in NepalPropeller der ATR 72 von Yeti Airlines befanden sich in Segelstellung

Die Blackbox ist ausgewertet worden. Dabei zeigte sich, dass die Propeller der abgestürzten ATR 72 von Yeti Airlines sich in Segelstellung befanden.

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72 Menschen starben, als am 15. Januar eine ATR 72-500 von Yeti Airlines beim Landeanflug auf den Pokhara International Airport abstürzte. Die Maschine fiel bei schönem Wetter in eine Schlucht. Seither untersuchen die nepalesischen Behörden mit internationaler Hilfe, wie es zum Unfall von Flug YT691 kommen konnte.

Jetzt hat die Civil Aviation Authority of Nepal CAAN einen ersten Zwischenbericht veröffentlicht. Zuvor wurden der Cockpit-Stimmenrekorder und Datenschreiber der Blackbox in Singapur ausgewertet. Daraus konnte eruiert werden, dass beide Propeller der ATR 72-500 mit dem Kennzeichen 9N-ANC sich zum Zeitpunkt des Absturzes in Segelstellung befanden (Englisch: feather position).

Menschliche oder technische Ursache?

Die Segelstellung wird unter anderem bei einem Triebwerksstillstand verwendet. Durch die Veränderung des Anstellwinkels der Propellerblätter kann man den Luftwiderstand verringern und ein unerwünschtes Schlingern des Flugzeuges (im Fachjargon Gieren genannt) gering halten. So wird ein Gleiten möglich.

Weshalb sich bei der ATR 72 beide Propeller in der Segelstellung befanden, ist noch nicht klar. Gemäß CAAN kommen sowohl menschliche als auch technische Faktoren infrage.

Kurzfristiger Pistenwechsel

Die Cockpitbesatzung hatte zuerst eine Erlaubnis zur Ladung auf Piste 30 des Pokhara International Airports erbeten. Der Flugkapitän bat jedoch später um die Erlaubnis, auf Start- und Landebahn 12 auszuweichen. Kurz danach stürzte die Maschine ab.

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